481
der Folge auf: Kohlenschiefer , Steinkohle, Kohlenschiefer,Sandstein, Kohlen. Die zweite Kohlen-Schicht ruht auf deinTrapp - Gestein und dieses wieder auf Kohlenschiefer, derausgezeichnet schwarz gefärbt, zerstächt und ohne grosseFestigkeit ist. Die Unterlage des Ganzen macht Granit. —Aus dem Allem ergibt sich, dass das vulkanische Gebilde —welches wir weit entfernt sind als Glied der Kohlen-For-mation zu betrachten und dessen angebliche Uebfcrgänge inKohlenschiefer und Sandstein uns sehr zweifelhaft scheinen— an beiden genannten Orten unter Beziehungen auftritt,ähnlich den im Vorhergehenden beschriebenen, endlich dassdie Widerholung der Erscheinung an zwei sehr entlegenenStellen nichts weniger als befremdend seyn kann, wie man-che der genannten Französischen Naturforscher zu glaubengeneigt waren.
Mit einem höchst interessanten Vorkommen im KoberstädlerWalde nicht weit von Langen, zwischen Frankfurt und Darm-sladt , hat uns Dr. Klipstein bekannt gemacht *. (Taf. VI.Fig. 11.) „Der die Massen des altern Flöz-Sandsteines (rothesTodt-Liegendes) durchbrechende, aus der Tiefe aufsteigen-de , Dolerit sezt zwischen den Sandstein - Schichten in fastsöhliger Richtung, und, wie es scheint, auf ziemliche Weitefort. Seine obern Lagen, bis zur ungefähren Teufe von 4oder 4i Fuss, sieht man in Pfeiler-artige Stücke abgeson-dert, welche da, -wo sie dem Sandstein zunächst sieli befin-den, in mehr und weniger kugelicbte Parthieen getheilterscheinen. Das Untere des Dolerits ist regellos massig zer-klüftet. Die einzelnen massigen Stücke zeigen sich oft vonbedeutender Grösse und die sie trennenden Klüfte sind ausge-füllt mit röthlichbraunem Letten, oder mit Kalksinter-Einsei-hungen von dem nicht seltenen kalkigen Zämente des höherliegenden Sandsteines herrührend. Auch der Dolerit hatviele Kalk-Theilchen beigemengt.“
* Briefliche Mittheilung meines lieben Freundes und vormaligen Zu-
hüvers.
i.
31