470
Was besondere Beachtung verdient — und unserer Ue-berzeugung gemäss nur erklärt werden kann durch gewalt-sames Einwirken von, aus dem Erd-Innern emporgetriebenen,Massen im Zustande feuerigen Fliissigseyns auf schon be-stehende Fels-Gebilde — das sind die auffallenden Störungenin der Schichten-Ordnung, welche der Sandstein nicht seltenwahrnehmen lässt. Das allgemeine Fallen ist unter 20 bis 30 °gegen "N., das Streichen theils ost- theils westwärts; dieAenderungen aber sind mitunter so beträchtlich, dass manbei Grabung von Fundamenten auf Schichten getroffen wel-che, in einem Raume von wenigen hundert Fuss, von einemMittelpunkte aus nach allen Richtungen sich senkten. Jedeweitere Erläuterung dürfte überflüssig seyn, doch möge mangestatten, um der analogen Beziehungen willen, hier schonauf dasjenige zu verweisen, was später über den änderndenEinfluss basaltischer Massen auf das Schichtungs-System dar-gelegt werden wird. — Jameson erwähnt ferner der Ausfül-lung sehr schmaler gangartiger Spalten im Sandsteine undzwischen dessen Schichten eingeschlossen. Er glaubt auchdiese Phänomene als Ergebnisse eines Krystallisations - Pro-zesses betrachten zu dürfen.
Wir wollen nun noch einiger Beispiele gedenken, denZusammenhang senkrecht aufgestiegener Basalt-Parthieen mitandern zeigend, welche Lagern-ähnlich verbreitet sind. Zu-erst möge solcher Vorkommnisse in Sandstein - Gebilden ver-schiedenen Alters Erwähnung geschehen.
Eine der auffallendsten hierher gehörigen Thatsaehenhat uns Macculloch kennen gelehrt *. Sie wurde von ihmam steilen östlichen Gestade unfern Trottemish auf demEilande Slii/e beobachtet. (Taf. VII. Fig. S.) Ein mächtigesBasalt-Gebilde steigt hier durch Sandstein-Schichten empor.Von demselben geht, in seitlicher Richtung, den Schichtenparallel, eine Lager-artig sich verbreitende Masse aus, die
* Western Islands. Val. II, S. 16 .