Druckschrift 
1 (1832)
Entstehung
Seite
462
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gen sehr nach; nur mn Koruisli, und mehr noch um Garsventrifft man ihrer überaus viele. Mit den Gestein-Massen,welche sie durchziehen, sieht man dieselben höchst fest undinnig verbunden; die mächtigen Gänge hingegen sind leich-ter trennbar von ihrem Neben-Gestein. Endlich gehörtnoch die mannichfache Verzweigung der Trapp-Gänge beiAirdnamurchan auf der Insel Bute hierher. Maccullochschildert sie * und theilt auch ** eine bildliche Darstellungmit, gegen deren Treue leicht Zweifel rege werden dürften.Diese Gänge, sehr verschieden in der Mächtigkeit, von viel-artiger Neigung, mitunter gebogen in ihrem Lauf, durchzie-hen einen Kalkstein ***.

Indessen fehlt es keineswegs an Beispielen basaltischerGang-artiger Gebilde eines und desselben Gebirgszuges nichtnur sondern auch grösserer Landstriche, welche selbst wennsie in Gesteinen verschiedener Formationen auftreten, genaudas nämliche Streichen einhalten.

Ueberhaupt gehört der Parallelismus in der Richtungder Spalten, welche die Festrinde der Erde bei den inan-nichfachen Katastrophen, die sie erfuhr, zerrissen, zu denbekannten und zugleich sehr beachtungswerthen Phänomenen.Wir erinnern an ein bereits erwähntes Beispiel aus jüngsterZeit. Bei den Erschütterungen in Chili in den Jahren 1S22und 1S23 wurde das von sandigen Gebilden bedeckte, ausGranit bestehende, Vorgebirge Quintero in verschiedenenRichtungen bis zum Meere gespalten, die durch das neuesteErdbeben verursachten Klüfte waren den früher vorhandenenparallel. Und solche Spalten haben nicht Selten so beträcht-

s Loc. eit. Vol. II, p. 469.

Taf. XXXIII, Fit/. I.

Manchen Gegnern vulkanischer Meinungen, so u. a. JaMeson (Ktliitb.phit. Jouni. by Brewster and Jamekon : Vol. I , p. 146) galt flieErscheinung gegenseitigen Durchkrcuzens basaltischer oder doleriti-scher Gänge, als Wirkung krystallinischer Anordnung (e/fect of cry-staUixation ) und sie achteten solche durchaus vergleichbar mit deinVorkommen sich kreuzender Krystalle.