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andere allmählich wirkende Kräfte nach und nach sich mehraufthun und den empordringenden vulkanischen Gebildengrossem Raum gewähren, besonders aber musste die Ent-wickelung von Dämpfen, verbunden mit der elastischenMacht der Gase, welche die erweichten Felslagen und Schich-ten durchdrangen, beim Aufsteigen der Laven selbst dieErweiterung vorhandener Spalten nicht wenig begünstigen.
Man hat die Fragen gestellt: wie die verschiedenen
Schichten - Systeme für längere Zeitdauer zwischen sich sol-che offene Spalten, deren Durchmesser häufig übergross ge-wesen seyn müsse, hätten bestehen lassen können ? Warumdie Klüfte nicht, wenigstens zum Theil, durch spätere Ab-lagerungen geschichteter Gesteine, ähnlich denen, welche wiran höliern Stellen finden, erfüllt worden? Allein diese Einre-den werden durch die wichtigen Beobachtungen von Grimaldi,A. v. Humboldt, Flint, Martens u. A. beseitigt. Auf demAbhange eines Berges unfern Oppido in Kalabrien öffnetesich, wie Grimaldi erzählt, eine grosse Kluft und obgleichviel vom nachbarlichen lockern Boden, eine Menge Oliven-Bäume und ein beträchtlicher Theil eines Weingartens in
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die Tiefe nach und nach hinabstürzten, so blieb dennochein gewaltiger Schlund in Gestalt eines Amphitheaters von500 F. Länge und 2000 F. Tiefe. Manche Risse und Spal-ten durch die erste Erschütterung am 5. Februar 17S3 ge-bildet, wurden in Folge der heftigen Bebung am nächsten2S. März erweitert, mehr in die Länge ausgedehnt und tie-fer ; um Mileto thaten sich Spalten, von ältern Bebungenherrührend, während der Katastrophe von 1783 um Vielesweiter auf u. s. w. Nach Humboldt sieht man am Cerrodel Cuchivano die Bergkette durch ein Erdbeben zerrissen;die jSpalte ist über 150 Toisen breit *. Flint fand amMissisippi zahllose durch Erd - Erschütterungen i. J. 1811hervorgebrachte Spalten, welche, obwohl sie in sehr locke-
Ä 'Reise in die Aequinoktial-Gegen den. Th. II, S. 59.