402
Bei Fontmort, besonders aber beim Dorfe Durtul in derSchlucht gleichen Namens, längs dem Wege nach Channat,und zwischen Durtol und Nohannent in der Nähe der Rö-mer-Strasse bieten sich Thatsachen fiir den vergleichungs-weise neuern Erguss des Pariou - Stromes. Hier bedecktderselbe eine Lage von vulkanischer Asche und von Aschen-sand, die unmittelbar über Diluvial-Geröllen ausgebreitet ist *.— Die Räume zwischen den Laven-Blöcken auf der Ober-fläche des Stromes sind erfüllt von Haufwerken kleinerSchlacken-Stücke, schwarz , sehr porös, blasig und vielartiggewunden **.
Noch einiger Erscheinungen haben wir hier zu geden-ken , die früher keine Beobachter gefunden. Sie wurdenzuerst durch Peghoüx, einem Geognosten der diesen Namenim ganzen Umfange verdient, mit guter Einsicht beschrie-ben ***. Der südliche Arm des Stromes vom Gravenoire —wir wissen dass er in der ersten Hälfte des Laufes sichsehr plözlich senkte, daher das Ungleiche seiner Oberfläche,deren blasige Auftreibungen mitunter das Aussehen kleinerHügel erlangen — hat eine Thatsache aufzuweisen, die ne-ben nicht zu verkennenden Spuren der von aussen gewalt-sam wirkenden Natur, zugleich innere Aenderungen, bedingtdurch die Ilizze basaltischer Laven, in merkwürdigem Ver-bände wahrnehmen lässt. Der Beschreibung vom gegenwär-tigen Zustande muss, um das Verhältniss seinem ganzenWerthe nach zurückzurufen, eine Andeutung der frühemBeschaffenheit vorangehen. Wir wollen die wichtigsten Mo-mente aus Pegiioux’s Forschungen kurz bezeichnen. Unge-
* Die Asche, aus höchst feinkörnigen Theilchen bestehend, mit ein-zelnen, wenig festen, Lavcn-Brückchen untermengt, ähnelt sehr derVesuvischen.
'"'Auf dem Berg-Gehänge und in den unserem Strome zunächst be-findlichen Thälern trifft man hin und wieder mächtige Ablagerungensolcher Lapilli. (So zumal an der Brücke der „ Fontaine des Ber-gers.“)
*** Annales de l’Auvergne. Annee 1829. S. 294 etc.; 340 etc.