Druckschrift 
1 (1832)
Entstehung
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Da wo Laven-Ströme im Hinabschreiten durch Felsmas-sen über das allgemeine Niveau mehr und weniger hervor-ragend, gehemmt wurden, fand Theilung, Verzweigungderselben statt. Die hemmenden Gebilde , jenseit deren diegeschiedenen Stromes-Theile mitunter wieder zu einem Gan-zen zusammentreten, um sich weiter auszubreiten in nach-barlichen Thälern, ragen bald noch hervor zwischen denAesten, bald wurden sie bedeckt von der emporgedrängtenfeuerig-fliissigen Masse. So sahen wir die Lava des Puyde Cörne unfern Clermont , auffallend durch ihre Schwärze unddurch die häufigen grossen Blasenräume mit entschiedenerLängen-Richtung, in zwei Aeste von nicht unbeträchtlicherErstreckung gesondert. Ein anderes denkwürdiges Bei-spiel bietet der Strom, welchen der Gravenoire, in der Nähederselben Stadt aussendet. Wie über Ergüsse neuerer Vul-kane schreitet man auf seinen beiden Armen von der Höhezur Ebene hinab. Es war von diesem wuchtigen vulkani-schen Berge bereits die Rede, als von den Krateren gehan-delt wurde. Wir haben gesehen, dass allem Anschein nachder Puy de Montaudoux die gedoppelte Verzweigung desStromes bedingte. Einer der Arme wendete sich, diesenkleinen vulkanischen Kegel umfliesseiul, gegen das DorfRoyat, das theilweise auf solch neu geschaffenem Boden er-baut ist. Er endigt im Park von Mont - Jo ly. Der andereArm, gegen S. seine Richtung nehmend, der mächtigere vonbeiden, wird oberhalb des Dorfes Boisseghoux recht deut-lich. Hier hinterliess derselbe ein Haufwerk gewaltigerBlöcke und kolossaler Massen, welche in grossen Absäzzenan einander gereiht erscheinen. Sein Fallen war auf ge-wisse Weite sehr beträchtlich, sodann aber floss er übereine weniger geneigte Ebene. Von Boisseghoux bis Beau-mont überschreitet man immer den nämlichen Stromes-Axun.Aber er hat, im Vergleich zu hohem Stellen, schon sehran Breite zugenommen. Seine Oberfläche ist ziemlich eben.Stets dem Gehänge gemäss sich senkend folgte die Lava der