Druckschrift 
1 (1832)
Entstehung
Seite
366
Einzelbild herunterladen
 

I

36G

dem erhabenen Plateau erscheinen ilie Basalte, hin und wie-der durch tracliytische Dome unterbrochen, in zwei durchihre Kegel - förmige Kuppen wohl bezeichnete Hauptjochegeschieden. Eines dieser Joche wendet sich gegen N.W.dem Sieben - Gebirge zu, das andere folgt einer südwestli-chen Richtung. Stifft vergleicht den eigentlichen hohenWesterwald einem einzigen gewaltigen Kegel, der viele, ausdiesem Koloss einzeln emporsteigende, kleine konische Bergeträgt.

Eines denkwürdigen Verhältnisses, das unter den namhaftgemachten grossem Basalt-Ablagerungen zumal auf dem Wie-slerwalde wahrnehmbar, haben wir noch zu erwähnen. Diebasaltischen Kegel und Kuppen, wie ihre Rücken, sindnach Ring-förmigen Zügen, nach Kreisen geordnet, welcheKesseln ähnliche Vertiefungen umschliessen, deren Bodensumpfig, mohrig, nicht selten aber auch trocken und fest ist *.

Am westlichen Ende der basaltischen Zone Deutschlandsfindet man, wie bemerkt, die Eifel , von deren höchst wich-tigen Beziehungen bereits die Rede gewesen. Wir bemerkenhier nur ganz im Allgemeinen, dass in der hohen Eifel dichteBasalte erscheinen, die, aus dem Schiefer-Gebirge hervorge-treten , in Kegeln und in Bergen mit langgezogenen Rückenüber demselben ihre Stelle behaupten, während in der nie-dern Eifel mehr schlackige Gebilde und Konglomerate herr-schen. Der leztere Gebirgsstrich wird besonders bezeichnetdurch die bekannten Maare, vulkanische Seen theils nochmit Wasser erfüllt.

So viel über diesen Gegenstand. Als Schluss-Bemerkungerwähnen wir noch der Basalte, welche in manchen Land-

* Zuerst wurde die Erscheinung von Becher beobachtet. (Beschreib,der Oran. Nassauischen Lande. S. 174.) Später untersuchte Stifft(Gcognostische Beschreib, des Herzogth. Nassau. S. 145 und 509)die Thatsache genau. Er schilderte mehrere solcher Ring-artigenBasalt-Züge oder Kränze und stellte sie auf der seinem Werke bei-liegenden Karte dar.