Druckschrift 
1 (1832)
Entstehung
Seite
360
Einzelbild herunterladen
 

300

Höhen und Tiefen, an ihren Formen und Richtungen; dieseEreignisse sind ohne Zweifel im Zusammenhänge, eines dientdem andern zur Erklärung, zur Bestätigung.

Ferner zeigen sich, nach von Hoffs werthvollen Beob-achtungen , die zu Zeiten wiederkehrenden Behlingen desBodens gewisser Landstriche am häufigsten in der Richtungbasaltischer Bergziige und in der Runde auf gewisse Weitezu beiden Seiten der Linien in welcher dieselben Vorkommen.

Wenn ein Gebirge längs des einen F usses von basalti-schen Formationen begleitet wird, während man dieselbenam andern vermisst, so fehlen in der Regel lezterem auchdie Thermen, an ersterem aber treten sie meist in Mengehervor.

Wir haben die einzelnen Ausbruch - Stellen um so ge-drängter , in desto grösserer gegenseitiger Nähe zu erwar-ten, je leichter vorhandene Felslagen aus dem Wege gebrachtwerden konnten, je reichhaltiger und mächtiger der Andrangdes Feuerig-Flüssigen aus den Tiefen gewesen. Auf dieseWeise entstanden die mehr und minder weit erstrecktenZüge basaltischer Höhen. Traten Eruptionen ausserhalb einersolchen Linie ein, jedoch in. deren Nähe, so sieht man siemeist in paralleler Richtung; die Kegel-Berge erscheinen aufgleichlaufenden Doppel-Reihen vertheilt, Thatsachen durchausdenen ähnlich, welche so manche der seit der geschichtlichenZeit wirksamen Vulkane w r ahrnelnnen lassen. Dieser Paral-lelismus gleichzeitig oder später entstandener Eruptions-Spalten findet seine Erklärung im Analogen der Verhältnisse,im Uebereinstimmenden wirksamer Ursachen.

Wir wählen hier, als Belege des eben Ausgesprochenen,nur einzelne, für unsere gegenwärtigen Zwecke besonderssprechende Fälle. Manches soll bald näher erörtert wer-den, wenn von den basaltischen Gang-Gebilden und ihrenAusbruch-Spalten die Rede ist. Durch A. v. Humboldt,L. v. Buch, Heim, dAubuisson, v. Oeynhausen, Keferstein,Hausmann, Fr. IIoffmann, Poullet Scrope, Daubeny u. A.