351
Gebilden der Braunkohlen, des Muschelkalkes und des bun-ten Sandsteines hervorgetreten.
Nach dem Ungleichen örtlicher Beziehungen erlangenbasaltische Gebilde bald mehr bald weniger das Aussehen,als seyen sie geschichteten und andern Feisarten an- * oderaufgesezt; auch bedecken sie diese wirklich auf grössereoder geringere Strecken, in Folge von Ueberquellen odervon statt gehabter Strömung, so dass eine äusserliche Ba-salt-Bedeckung gleichsam als lezte Schicht über mannichfa-chen andern Gesteinen erscheint. Wir beziehen uns, was daslezte Verhältniss angeht, auf ein besonders merkwürdiges undweniger allgemein gekanntes Beispiel, auf eine Thatsacheüber die S. Akerly ** umständlichen Bericht geliefert. Essind die Pallisado rocks, die wilden hochsteigendenKüsten-Berge am Hudson - Flusse. (Fig. 1. Taf. XII.) Dasmächtige Trapp- oder Grünstein - Gebilde erstreckt sich, zuBergen in New-Jersey beginnend und nur durch das Nyac—Thal unterbrochen, auf eine Weite von 3S Meilen aus N.nach S. Der westliche Abfall ist sehr steil, ausgezeichnetdurch grossartige Wände, durch senkrechte Mauern ähnli-che Abstürze; gegen 0. sanftes Gehänge. Ein Thal von 8bis 10 Meilen Breite scheidet die Pallisado rocks vonden nächsten Trapp-Gebirgen. Die gewaltige Felswand, einebis zwei Meilen breit, erreicht ihre erhabenste Stelle imsüdlichen Peak of VredideJia - hooli, zwischen den Thälernvon Nyac und Haverstrau , eine Höhe von 66S F uss. Senk-rechte Risse und Spalten theilen die Massen, und die Sau—
* Dahin die sogenannten Schild förmigen Anlagerungen, welche frühernur zu häufig und mit zu ausgedehnter Willkühr angenommenwurden, zumal an Stellen, wo die Lagerungs-Beziehungen der Ba-salte und namentlich ihre Begrenzung mit den dieselben einschlies-senden Gebirgen sich nicht genau ausmitteln liessen ; dahin somanche Zweifels - Fragen , denen wir im Verfolg zu begegnen be-müht seyn werden.
# * Geology of the Hudson river. New-York, 1820. P. 27 etc.