330
erscheinen aussen, durch ansizzende erdige Theile unreindunkelgrün und schwärzlich gefärbt. Der Brekzien-Teig istin das Innere der Schalen cingedrnngen, und das nicht sel-ten Grobkörnige dieser fossilen Körper dürfte sonach eineEigenschaft seyn, welche sie erst nach ihrer Umhüllung er-langten. — Weniger häufig stellen sich die versteinertenKonchylien im Konglomerate von Val Nera ein ; nur N u m-mulliten haben gewisse Lagen in einiger Menge aufzuwei-sen. Während der bindende Teig mancher Konglomerate,u. a. jener des Monlecchio Maggiore , fossile Muscheln undandere organische Ueberbleibsel enthält, zeigen sich die ge-bundenen Theile, die Mandelstem-Trümmei 1 , gänzlich frei da-von : im Zäment vermisst man dagegen die Analzime unddie Kalkspath - Theile, welche die Blasenräume der Mandel-stein-Brocken so häufig enthalten. Die Versteinerungen derBrekzie von Monte Viale endlich werden auf sonderbareWeise merkwürdig, sie hüllen nämlich schwefelsauren Stron-tian ein.
Die Gegenwart pelagischer Ueberbleibsel in den Kon-glomeraten von welchen die Rede, ihr Vertlieiltseyn durch dasGanze der Massen, und mehr noch die von Marasciiini er-wähnte Thatsache, dass die Muscheln häufiger werden inBrekzien die ihre Stelle zwischen Kalkstein-Schichten ein-nehmen, ja dass die Menge derselben besonders wächst wodie Trümmer-Gebilde sich den neptunischen Ablagerungenzunächst anschliessen; alle diese Erscheinungen machenglaubhaft, dass die Wasser thätig gewesen hei Bildung derBrekzien, dass sie vielleicht selbst wesentlich eingegriffen.Noch ein anderer Umstand gesellt sich hinzu. Im Val Cu-nella, wo ohnehin Reichthum und Vielartigkeit fossiler Mu-scheln am auffallendsten, kommen, mitten in den Brekzien,Rollstücke von Basalten vor mit ansizzenden Austerscha-len und mit aufgewachsenen Madre porcn. Wir legen aufdie Gesammtheit dieser Thatsachen mehr Gewicht, als aufden öftern Wechsel kalkiger Schichten mit Konglomerat-