123
sichten — welche die Dolerite nicht als Basalte betrachtet,deren innig verbundene Gemengtheile sieh wieder geschieden— erlangt, w ie wir sogleich genauer entwickeln, werden, eingrosses Uebergewicht.
Die 31asse doleritiseher Gänge, besonders jener, denengewisse Mächtigkeit eigen ist, lässt nicht selten zunächst hier-her gehörige interessante Thatsachen wahrlich nien. Die innernTheile derselben zeigen sich nämlich mehr krystallinisch, ihrerZusammensezzung nach erkennbarer, während jene, die denWandungen unmittelbar sich anschliessen, in geringem oderhohem Graden dicht erscheinen, so dass sie oft als voll-kommen Gleichartiges sich darstellen, mit unebenem Brucheu. s. w. Auch bei dem, die obern und untern Theile sol-cher Gang - ähnlichen Räume Einnehmenden sind häufig dienämlichen Verschiedenheiten zu beobachten. Die Sache er-klärt sich sehr einfach dadurch, dass, was die erste Beziehungangeht, die Massen an den Wänden schneller abkiihlten undfest w urden, während sie im Innern, vielleicht für längereZeit, .halbfiiissig blieben, ein Umstand welcher, verbundenmit langsamem Erkalten, der Ausbildung und dem Krystalli-sirungs - Streben einzelner Gemengtheile günstiger war; denndie Grösse - Zunahme solcher Partikeln, ihr mehr deutlichesHervortreten, scheint nothwendig in geradem Verhältnisse mitdem Abkühlungs - Prozesse zu stehen. Oft hat das Mittleresolcher Gang-Massen, im Vergleich zu dem den Wänden zu-nächst Befindlichen, ein so verschiedenartiges Aussehen, dassman ein anderes Gestein zu erblicken glaubt; allein sorgfäl-tige Untersuchungen lassen durch allmähliche Uebergänge, an
krystallinischc Gemenge ven Augit uncl Feldspath wohl unterscheid-bar, blasig, die Raume mit den gewöhnlichen Ausfüllungen — vomSeetabuldeer Berge unfern Naypuor in Calcutta , in einen Stahl-ofen gebracht habe und dass dasselbe zur homogenen, undurchsich-tigen, schwarzen Obsidian-artigen Masse geworden sey. (Mein, nfthe Werner nnt. hist. Soc. Vol. V, p. 298.) — Zur Würdigung
solcher Behauptungen sind die schönen Versuche von J. Ham, zureichend. S. oben S. 32 ff.