Druckschrift 
1 (1832)
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

70

mussten soilann nothwendig anf der einen Seite dasjenigewieder verlieren, was auf der andern von ihnen war gewon-nen worden.

Deutschland.

Es ist Zeit, dass wir unsere Blicke wieder nach Deutsch-land wenden. Wir haben Einiges nachzubringen, das dieUebersicht des Bisherigen erleichtern und zu weiterem Fort-schreiten anregen wird.

Frühere Zeit,

Deutsche Schriftsteller des XVI. Jahrhunderts, Agri-cola, vor vielen seiner Zeitgenossen wegen seiner ausgebrei-teten Gelehrsamkeit berühmt, Encehüs oder Encelinus,Kentmannus, Albinus u. e. A. gedenken des Basaltes; alleines sind die Aufschlüsse, welche wir von ihnen über dasGestein und seine Verhältnisse erhielten, gleich jenen ausdem Alterthume und aus der mittlern Zeit, für unsere Absichtnicht wichtig genug, um dabei selbst nur vorübergehend zuverweilen. Wir erwähnen jener Namen bloss um darzuthun,wie die allgemeine Aufmerksamkeit schon früher der denk-würdigen Felsart zugewendet gewesen. Dass AgricolasBasalt das Gestein sey, -welches noch gegenwärtig diesenNamen trägt, leidet keinen Zweifel *»

sAgricoi.a nannte die Sächsische Felsart Basalt, in der Meinung-,sie sey übereinstimmend mit dem Basaltes der Schriftsteller frühererZeit. Ob der Ausdruck Basalt aus dem Aethiopischen von bseltoder bsalt abstamme, als Femininum des Adjectivs bsal, gekocht,und ob bselt oder bsalt so viel heissen solle, als gebrannteroder gebackener Stein (?), oder ob jenes Wort nach Basilto von Basilica, Pallast gebildet worden, um anzudeuten, dassdie Felsart in Säulen erscheine, ähnlich jenen, mit welchen die Pracht-Gebäude der Grossen verziert zu seyn pflegen die Entscheidungdieser Fragen bleiben dem Aussprache gelehrter Sprachforscherüberlassen. Die im Alterthum vorkommenden Namen Basaltes und