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Das Yicentinische * mit dem denkwürdigen Wechselbasaltisch - vulkanischer und neptuniselier Ablagerungen, ver-dient zunächst unsere Beachtung und gibt Anlass, jene treff-lichen Männer namhaft zu machen, durch deren Bemühungenwir Aufklärung über die wichtigen Thatsachen erhielten, sowie der verschiedenartigen Erklärungs-Weisen zu erwähnen,die man für ein Verbundenseyn von Gesteinen, bei derenEntstellen Kräfte durchaus ungleicher Natur thätig gewesen,ersonnen, für diese innigen Wechsel-Beziehungen der Wir-kungen des Wassers mit denen des Feuers.
Giov. Arduino dürfte der erste gewesen scyn, welcher,1769, die Erscheinung am Cliiampo - Berge wahrnahm **.Er erklärte dieselbe sehr naturgemäss dadurch, dass dieflüssige, aus dem Erdinnern emporgetriebene basaltische Lavain die Spalten und zwischen die Schiebtnngs -Ablösungenvorhandener Kalke eingedrungen sey und sich hier abgela-gert hätte. — Auf den Talk-haltigen Kalk des Yicentinischenrichtete Arduino, dem das Verdienst gebührt, in Italien amfrühesten den Sinn für Geognosie und Geologie geweckt zuhaben, schon vor sieben Jahrzehnden seine besondere Nach-forschungen, in der Absicht darin den Ursprung der Bitter-Erde anzutreffen, welche er im Wasser der Quelle vonRecoaro nachgewiesen hatte.
Ungefähr in dem nämlichen Sinne wie Arduino beschriebFerber *** die basaltischen Erscheinungen im Yicentinischen.
* Mit diesem Landstriche vergleicht Humboldt die Gegend um Caturce.Er sagt: aus dem Schoosse von Bergen dichten Kalksteines steigen,wie im Vicentinischen, basaltische und Mandelstein-Massen empor,die Olivin und zeolithische Substanzen führen u. s. w. (Essai pol.sur la Nouvelle-Espagne. T. II, p. 537.) — Graf Borromeo nenntdas Vicentinische eine Auvergne im verjüngten Massstabe ; aber vonKrateren ist nicht eine Spur vorhanden.
**Raccolta di mein. cliim. min. etc. Venezia; 1775. P. 45 etc. —Ueber die Spuren sehr alter Vulkane im Vicentinischen, Veronesi-schen u. s. w. schrieb derselbe in Mein, della Soc. Ital. T. VI,p. 102 etc.
*** In Siider-Göthaland geboren.