die wichtigen Experimente bewährter Physiker * hatten diekolossale Berginasse denkwürdig gemacht, ehe sie geologischeBerühmtheit erhielt. Oft mögen die vulkanischen Ueberbleib-sel der Provinz Staunen und Bewunderung erregt haben, ehean sorgsame Untersuchung derselben, an umfassende Schil-derung gedacht worden : da änderte, um die Hälfte des
XVIII. Jahrhunderts, ein günstiger Zufall die Lage der Dinge.
GUETTARD; MAEESHERBES; DES H AUEST.
Die entschiedenen Ströme von Laven und Basalten, wiesolche die Kette der Puy's aussendet, durch Neuheit undSchwärze den Erzeugnissen des Neapolitanischen Fenerbergesso ähulich, auf Stunden - weite Erstreckung in die heutigenThäler hinabziehend, und mitunter frisch, als wären dieErgüsse nur wenige Jahrzehnde alt; diese seltsamen undüberraschenden Erscheinungen erregten die Aufmerksamkeitzweier Mitglieder der Pariser Akademie, Guettard undMalesherbes. Beide wurden durch die Absicht Pflanzen zusammeln in die Auvergne geführt. Sie kehrten eben aus Ita-lien zurück. Sie hatten den Vesuv und seine Produkte be-obachtet. Die unverkennbaren Zeichen mehr und wenigermächtiger Feuer-Ausbrüche in Auvergne; die Kegel-Gestaltenso vieler Bergmassen; die Schlacken-IIügel, deren Zahl überhundert hinausgeht; die vielen wohlerhaltenen Kratere ; dieweit gedehnten Plateaus aus granitischen oder kalkigen Ge-steinen zusannnengesezt und überdeckt mit Basalten oder mitvulkanisch erscheinenden Konglomeraten ; das gemeinsameVorkommen des dichtesten Basaltes mit Schlacken so leicht,so porös, so durchaus analog den Erzeugnissen noch thätigerFeuerberge, dass jeder Zweifel an verschiedenartige Entste-hungs-Weise schwinden musste; alle diese Thatsachen wiesen
* Pascal Hess hier 1648 die ersteu Versuche barometrischer Hühen-
Messungen anstellen.