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der Verschiedenheit der Bildung und der geistigenEigentümlichkeiten hervorgegangen waren, sinddaher in dem heutigen gebildeten Europa, im Ver-gleich mit der Vorzeit, außerordentlich unbedeu-tend. Die Verschiedenheit, welche sich noch findet,ist verhältnismäßig am wenigsten durch innere Not-wendigkeit begründet, sondern die Schuld liegtgrößtenteils darin, daß die positiven Formen zu-rückgeblieben, stehen geblieben sind, während dieGeister sich zu einander genähert haben. Völker,gleich in Hinsicht auf Erziehung und Geistesbil-dung, müssen auch gleiche Ansichten über Dasjenigehaben, was sich in ihren äußern Einrichtungen alsvernünftig herausstellt; auch in Beziehung aufRecht müssen sie daher im Wesentlichen notwendigeinerlei Begriffe und einerlei Begehren haben.
Alle Provinzen Frankreichs, früher unzähligenverschiedenen Rechten und Gewohnheiten folgend,erhielten von Napoleon Ein Gesetz, und dasGesetz war allen Provinzen gleich gerecht, den Be-dürfnissen aller in demselben Maße entsprechend.Die bis dahin beibehaltenen Unterschiede des Pri«vatrcchtcs waren daher offenbar wohl nicht vielAnderes mehr, als der stehen gebliebene Abdruckeiner längst verwischten Verschiedenheit der Ab-stammung und politischen Vergesellschaftung.
Dasselbe französische Gesetz wurde in einemgroßen Theile Deutschlands eingeführt, und wo esdie Fürsten nicht wieder abgeschafft haben, da hatsich weder das Bedürfniß, noch die Sehnsucht ge-regt, hier, was hier, und dort, was dort früherrechtens gewesen, wieder hervorzurufen, an die