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Würkung noch nicht hervorbringet:so kann er daraus abnehmen , daßder Fehler in den cigenthümlichenGarben der nähern Gegenstände liege.Es gicbt Farben, die ohne Rücksichtauf ihre Stärke und Schwache, vonandern daneben liegenden weit mehrabstechen, als andere. Da Vincihat sehr richtig angemerkt, daß zweyhintereinander liegende Gegenstände,deren cigcnthümiiche.Farben von ei-nerlei) Art sind, sich weit weniger voneinander entferne», als wenn ihreFarben verschiedenen Ton haben. Soist es z. B. weit schwerer, wo grüngegen grün sieht, das Znrükweichenzu erhalten, als wo die Farben ver-schiedener Art find, wie wenn rothgegen gelb gesetzt wird.
Darum muß'der Mahlcr sich bc-fleißiaen, die Würkung der Farben,besonders in Absicht auf das Znrük-weichen , genau zu beobachten. Al-les andre, was zur Haltung'gcbort,kann durch Theorie gelernt werden;aber dieser Punkt hängt allein vonder Erfahrung ab. Man kann demKünstler hierüber nichts nützlicheressagen, als daß man ihm ein fleißi-ges und überlegtes Lesen der vor,trefflichen Beobachtungen empfiehlt,die da Vinci nach sich gelassen hat.Dadurch wird er nicht nur über-haupt von dem Nutzen» den der-gleichen Beobachtungen haben, über-zeugt werden, sondern zugleich ler-nen, sein Auge unaufhörlich darinzu üben, daß ihm von allem, was dieErfahrung in Beobachtung der Na-tur an die Hand geben kann, nichtsentgehe.
Zweystimmig.
(Musik.)
Eind die Tonstüke von zwey Stim-men. Sic sind von zweyerlcy Art.Die vornehmsten und schwersten sinddie von zwey concertirendcn Stim-men, und werden Duette genennt.
Von diesem haben wir in einem be-sondernj Artikel gesprochen. Wirmerken hier nur noch an, daß überdie Lehre vom Satz des für zwey In-strumente gemachten Duetts der Awr-bcricht zu Quanzcns Fiötcnduettennachzusehen ist.
Eine andere nnd leichtere Art deszweystimmigc» Satzes kommt in denStuten vor, da eine einzige Melodiefür die Flöte, Hoboc, oder ein ande-res Instrument, von einem Clavi-cembal oder Flügel begleitet wird.Bey diesen hat der Satz wenigerSchwierigkeit; weil allenfalls dasLeere der Hauptstimmc durch die viel-stimmige Begleitung bedckt wird.Aber bey dergleichen Stükcn wird oftder Fehler begangen, daß sie von einerViola, oder gar von einem Violoubegleitet werden. Dadurch geschehenVersetzungen in den Contrapunkt derOctave, wozu doch der Tonsctzer dasStick nicht eingerichtet hat.
Einzele Stellen des zweystimmigcnSatzes kommen bisweilen auch inConccrtcn vor, wo die Hauplstimmedurch einige Tacke nur von einerVioline begleitet wird. Du'gll'iehcnStelleu müssen nothwcndig nach denRegeln der Duette, oder Vicinieugesetzt werden.
Es ist sehr übel gcthan, wennman Anfänger zuerst im zwepstim-migewSatze übet. Dieser kann nichtrichtig gelernt werden, bis man dieganze vierstimmige Harmonie gründ-lich versteht und einen vierstimmigenGeneralbaß rein zu setzen weiß.
Zwischenzeit.
(Dramatische Dichtkunst.)
Aie Zeit, die im Drama zwischenzwey Aufzügen verstreicht, und wäh-rend welcher der Zuschauer nichts vonder Handlung sieht. Es würde füreinen großen Fehler gehalten werden,wenn zwischen zwey Austritten eine