Druckschrift 
4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
489
Einzelbild herunterladen
 

s ä e

zehen Octaven, werden niemals indem Gesang, oder der Melodie, son-dern blos in der Harmonie gebraucht.Demnach crstrcket sich das ganzeSystem der Töne, die zur Melodiebrauchbar find, auf fünf Octavenvon dem Tone von acht Fuß, bis auf

den von 5 Fuß, oder von L bis

welches eine Folge von ein und fechszigTönen ausmacht. Von diesen aber

ist die oberste Octave von a bis eschon außerordentlich, weil wenigDiscantsiimmcn sie erreichen, daherder gemeine Umfang des Systemsder melodischen Töne eigentlich nurvon vier Octaven ist.

Tablatur.

(Musik.)

ar lange die Benennung dermusikalischen Zeichen über-haupt, nach denen ein Gtük gespieletwerden konnte. Noch lange nach derErfindung der Noten bedienten sichviele deutsche Tonsctzer, vornehmlichzu vielstimmigen Clavicrstüken, derbloßen Buchstaben und Sylben, wo-mit die Töne noch heute benennetwerden, über denen gewisse Zeiche»die Octave, in welcher der Ton ge-nommen werden mußte, umd seineGeltung andeuteten. Diese Art mitBuchstaben zu schreiben, wurde diedeutsche, und die mit Noten, die ita«lianische Tablatur genennet. Heut zuTage versteht man unter der Tabla-tur allezeit nur die deutsche.

Nachdem die Noten den Buchsta-ben durchgängig vorgezogen worden,hat man sich wenig mehr um die Ta-blatur bekümmert. Indessen hat mander Bequemlichkeit wegen in Gesprä-chen oder theoretischen Schriften fol-gende Benennungen und Zeichen, wo-mit jeder Ton bestimmt und kurz an-

gedeutet werden kann, aus der Ta-blatur beybehaltcn. Man thcilt näm-lich alle Töne des Systems in soge-nannte Octaven ein. Jede dieserOctaven begreift die sieben von c bisb und alle dazwischen liegenden Tönein sich. Auf einem Clavier von vierOctaven, nämlich von

v-

bis

lltz.

wird die unterste die große'Octavegenennet, und statt der Noten wer-den die Töne derselben mit großenBuchstaben angedeutet, als CDE :c.Die darauf folgende heißt die unge-strichcne Octave, und die Töne der-selben werden durch kleine Buchsta-ben angedeutet, cde rc. Dann folgt

die eingestrichene Octave, Idl rc.

dann die zweygesirichcnc ldl :c.und mit dem höchsten c des Claviersfängt die dreygcstrichcne Octave an,

c d l.w. Die Töne, die unter demgroßen C liegen, werden Contra.Hh 5 töne