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Luke, oder Zwischenzeit bliebe.*)Darum ist es eine durchgchcnds an-genommene Regel, das; wahrend ei-nem Aufzug die Schaubühne nie sollleer gelassen werden. Hingegen blei-bet sie zwischen zwey Auszügen alle-mal eine Zeitlang leer.
In den griechischen Schauspielengeschah dieses nicht. Die Zwischen,zeit, in der die Handlung würklichstillstund, war von dem Chor aus-gefüllt, und dieser unterhielt denZuschauer mit Gegenständen, die zurHandlung gehörten. Bcym neuenAufzug wurde die Handlung geradeda fortgefetzt, wo sie am Ende desvorhergehenden geblieben war, undder Zuschauer durfte sich den Zwangnicht anthun, sich einzubilden, daßzwischen dem Schluß des vorherge-henden, und dem Anfang des neuenAufzugs eine beträchtlichere Zeit ver-flossen sei), als würklich geschieht.Vielwcniger wurde diese Zwischenzeitvon dem Dichter zu einem Thcil derHandlung hinter dem Vorhang an-gewendet.
Die beträchtlichen Zwischenzeiten,die sich die ncuernDichtcr nicht seltenerlauben, geben ihnen zwar die Be-quemlichkeit, manches hinter demVorhang geschehen zu lassen, wo-durch die Vorstellung selbst sehr ab-gekürzt wird. Aber selten geschiehtes mit Vortheil für das Ganze.Wahrender Zwischenzeit beschafftigetsich der Zuschauer meisientheils mitganz fremden, das Schauspiel garnicht angehenden Gegenständen, und
*) S. büke.
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dieses kann nicht wohl ohne-Schadender Würkung gesehen. Geschiehtinzwischen etwas wichtiges in derHandlung selbst, so hört man beymAnfang des neuen Aufzuges die Sa-che erzählen, die man lieber gesehenhatte, oder mau muß gar erst ausdem, was itzt geschieht, crrathen,was in der Zwischenzeit vorgefal-len ist.
Es scheinet demnach, daß auch indiesem Etük die Einrichtung desgriechischen Schauspiels der unsrigenvorzuziehen sey. Die Schaubühnewurde nicht nur nie leer, sondernman sah auch zwischen zwey Hand-lungen, wenigstens im Trauerspiel,nichts fremdes, und so wurde derZuschauer iu eiuer ununterbrochenenAufmerksamkeit auf die Handlungunterhalten.
Die ungeschikteste Anwendung derZwischenzeit aber geschah ehedemdurch die Zwischenspiele, oder In-termezzi, die eine besondere, dieHaupthandlnng gar nicht angehende,meistens poßirliche Handlung vor-stellten. Aber nicht viel besser sindin unsern Opern die Pallete zwischenden Aufzügen.
-H- -s-
(*) Von der owischenwitimDra«m» handelt, unter mchrcrn: Frc.-He-Selin (Im 6ren Kap. des zten BucheSs. llu 1'dszcre.) — D. Dide-
rot (Im 14NM AbschN. s- Oilö. clc- I»I'oetic llrsmarchue.) »— CailhavN(Im i6len Kap. deS ersten Bds. s. tlrclle la Lomellle, Ausg. von 1772.)
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Zusätze