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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
736
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schung zweyer Farben entstehendenVeränderungen voraussetzet, so istin der Theorie über diesen Punkt we-nig zu erinnern.

Verschiedene scharfsinnige Bemer-kungen über die Widerscheine hatauch oa Vinci gemacht*), auf diewir den Künstler verweisen.

Eine besondere Art des Wider-scheins ist die Abbildung einigerGegenstände im Wasser, die in Land-schaften »st so angenehme Würkungthut. Wenn der Mahler blos nachder Natur arbeitet, so zeiget ihmdiese, welche Sachen er im Wasserals Widerscheinen!) zu mahlen hat.Arbeitet er aber aus Erfindung, soniust er fich genau an Regeln binden,die die mathematische Kenntnis; desvon Spiegeln zurükgeworfenen Lichtsan die Hand gibt. Die Lage desAuges kommt hier vor allen Dingenin Betrachtung. Ist diese genau be-stimmt, so kann der Mahler allemalnach den Regeln derRaroptrik leichtbestimmen, welche Gegenstände imWasser sichtbar werden müssen, undwo jeder Punkt des wahren Gegen-standes in, Wasser sich zeigen wird;denn dieses laßt sich mathematischbestimmen. Indessen wird diese Ma-terie von den Lehrern der Perspectivinsgemein übergangen, ob sie gleicheine besondere Ausführung verdiente,^.airesi'c giebt dem Mahler, dem dieTheorie dieser Sache fehlet, ein me-chanisches Mittel an, sich zu helfen.Nämlich man setzet auf einen Tisch,der die Fläche der zu wählendenLandschaft vorstellt, ein Bcken vollWasser; und hinter demselben in derverhaltius mäßigen Hohe und Entfer-nung werden kleine Bilder von Bau-men , Gebäuden, u. d- gl. die manzn mahlen hat, hingesetzt. Sichtalsdann der Mahler von dem cigcnt-liehen Orte des Auges gegen dasWasserbcken, so kann er erfahren,

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den folgenden Capittin.

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was und wie viel von den Gegenstän-den durch den Widerschein sichtbarwird.

Das widerscheinende Bild ist umso viel Heller, je weniger Licht aufdas Wasser fällt, und um so vieldunkler, je Heller das Wasser erleuch-tet wird. Auf Wasser, das ganz imDunkeln steht, sind die widerscheinen-de» Bilder bcyuahe so hell, als dieUrbilder selbst.

Aber diese ganze Materie verdientegenauer und umständlicher abgehan-delt zu werden, als es hier geschehenkann.

-H-

Von dem Widerschein handelt untermehrcrn: G-^.airejse (im ;in Bucheseines großen MahlerbuchcS, vorzüglich imzten und ;tcn Kapitel.)- E. von-Hagedorn (in der qyin s. Betracht,über die Mahlcrei), S. 695. und inder l.errrc 5 un zmsceur eis psinrure,vieiclo 1755. s. S. Zjo U. f.)-

Witz.

(Schöne Künste.)

Aas Wort bedeutet ursprünglichüberhaupt, was man itzt im allge-memen Sinn Verstand, oder einenguten Kopsiiennt; und ehedem nennteman einen Menschen von vorzüglichenGaben des Geistes, einen witzigenMenschen. Gegenwärtig hat es einenetwas eingeschränkter« Sinn, undman stellt sich itzt, wenigstens in devgelehrten Sprache, den Witz als einebesondere Gabe des Geistes vor, dievornehmlich in der Fertigkeit besieht,die mancherlcy Beziehungen und Ver-hältnisse eines Gegenstandes gegenandere schnell einzusehen und lebhaftzu fühlen. Doch scheinet diese Erklä-rung den Begriff nicht bestimmt undvollständig genug auszudrükcu. Daes aber hier nicht um eine psycholo-gische Zergliederung des Witzes zuthun ist, so begnügen wir uns, den