W i e,
ztssdiser Theorie gelangen kann, an-führen.
Aus dem ersten Punkt folget, daßdie hcllesten Farben, nämlich die,darin das meiste Weiße gemischt ist,die stärksten Widerscheine geben,weil das weiße Licht das stärkste ist.Es versteht sich aber von selbst, daßauch die Grüße der hellen Masse zurStärke derWicderscheine in Betrach-tung kommen müsse. Hat also derMahlerirgend eine inounkcl.iSchat-tenliegende Stelle zusseleben, so mußer eine» hellen Gegenstand so setzen,daß er durch seinen Schein die dunke-len Schatten durch Wiederscheine be-leuchte. Wer nur cinigcrmaaßenmit der Ausübung der Kunst bekanntist, degreift leicht, was für Schwie-rigkeiten dieses in der wählerischenAnordnung dcrGcinahlde verursachet.Denn eben diese hellen Stellen ver-breiten auch ihre Wiederscheine aufhalbdu'nkele, auf die sie leicht zu star-ken Einstich haben können.
Aus dem zwcyten Punkt muß dieEntfernung des bellen Gegenstandesvon dem Dunkelen, das den Einflußder Widerscheine gemesten soll, be-stimmt werden. Was dem Hellenan Stärke fehlet, kann durch dieNähe ersetzt weiden. Eine mittel-mäßige helle Stelle nahe an einer dun-keln, wie z. B. eine helle Stelle aufder ^Schulter gegen den Schattengm Halse, kann schon hinlänglicheWiderscheine geben..
Der dritte Punkt muß ebenfallszur Vermehrung oder Nei MinderungdcrWiederscheine in Betrachtung ge-zogen werden. Ware die helle Stellezu stark, oder zu schwach, als zurBeleuchtung der Schatten erfodertwird, und der Mahler könnte sichnicht anders helfen, so müßte er dieSchwächung durch schiefere Einsal-lungewinkel dcrWiederscheine bewür-fen; die Verstärkung aber durch ge-rades Einfallen derselbe!?.
W ie 7ZZ
Also stehen dein Mahler allemaldrcn Mittel,! seine Schatten durchWiderscheine zu beleben, zu Dienste;und von seiner Bcnrthcilung hängt esab, welches davon er in jedem be^sondern Fall wählen soll. Es gibtFälle, wo genaue und mit mancher-lei) Betrachtungen verbundene lieber«legung nöthig ist, um das beste zuwählen. Wer diese Theorie hinläng-lich erläutern wollte, müßte die man«nichfaltigen Anwendungen discrMit-tel an würklich vorhandenen Beyspic^len erläutern; weiches aber ohnegroße Weitläufigkeit nicht gesche-hen könnte. Wer sich die Mühtgiebt, die Werke der größten Eolo.rissen genau zu prüfen, wird fastallemal die Gründe cntdeken, war-um Licht und Schatten, Helles undDunkeles, nebst den eigenthümli-chcn Farben, so wie er es steyt, undnicht anders von dem Mahler ge-wählt worden.
Nach der Stärke des widerschci-nenden Lichts kommt sein Einflußauf die Farben in Betrachtung. Je-des widerscheinende Licht hat seineFarbe, die sich mit der cigenthüm-liehen Farbe des von dem Hauptlichterleuchrecen Körpers vermischt, folg-lieh in dieser eine Veränderung ver-ursachet. Die durch den Wider-schein verursachten Farben entstehenaus Vermischung dcrcigcnrhümllcheitFarbe des Gegenstandes, auf den derWiderschein fällte und der Farbe,die der Widerschein gebende Körperhat, so daß z. B. der von einemblauen Körper auf einen gelben sal-lcnde Wiederschein eine grünlicheFarbe verursachet, und so auch in an-dern Fällen. Besonderer daher ent-stehender Erscheinungen haben wirbereits an einem andern Orte er-wähnet *). Da man bey dem Mahlereine gute Kenntniß der durch Mi-schung
-) S. Schotten gegen jaS Ende d-,Attikels.