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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
734
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7Z4 Wie

als cm Licht anzusehen sey, das seineFarben gegen alle Seiten verbreitet.Nun muß aber alles, was zur Theo-rie der Kunst von dem Licht überhauptangemerkt worden ist, auf jeden hel-len Gegenstand zur Kenntniß derWiderscheine besonders angewendetwerden. Da kommt nun hauptsach-lich die Stärke des wiederscheinendcnLichtes, und seine Würkung auf dieFarben der Körper, darauf es fallt,in Betrachtung.

Eigentlich und die Sache mit ma-thematischer Genauigkeit betrachtet,verbreitet jeder sichtbare gefarbteKor-per sein Licht, das ist, feine Farbe,auf alle um und neben ihm stehendeGegenstände, so wie ein angezünde-tes würkliches Licht alles umstehendeerleuchtet: aber die Würkung desWiderscheines ist nur unter gewis-sen Umstanden merklich. Diesesmuß aus der allgemeinen Theorie desLich.ts beurthcilct werden. Die Er-leuchtung eines Körpers ist um soviel größer, i. je Heller und brennen-der das Licht an sich selbst ist; 2. jenäher es an dem zu erleuchtenden Ge-genstand liegt, und z. je geraderesauf scine Flache fallt. Dieses istaus der Theorie des Lichts überhauptbekannt *). Hiezu kommr 4. bei) demWiderscheine, als einem zweytenLichte, noch die Beleuchtung des Ge-genstandes von dem Hauptlichr inBetrachtung. Denn je Heller dasHauptlicht auf einer Stelle ist, jeschwacher ist daselbst die Würkungdes Widerscheines. Das Licht einerangezündeten Kerze, das bey Nachtgroße Würkung thut, ist beyrnhellen Tag« von keiner Würkung.Ucberhaupt muß in Ansehung diesesvierten Punkts festgesetzt werden, daßdas widerscheincndc Licht nur aufdie Stellen einen merklichen Einflußhat, die Merklich dunkcler sind, alsdieses widerscheinende Acht selbst.

E. Licht.

W i e

Diese vier Punkte sind die wahrenGrundsatze, aus denen der Mahlerabnehmen kann, wo der Einfluß derWiderscheine merklich werde. Einegenaue mathematische Ausführungder Sache würde ein eigenes Werkei sodern ; und ein solches Werk seh,lct »och zur Vollständigkeit der Theo-rie der Mahlerei). Wir wollen alsonur zur Probe einige Hauptfälle, wojene Grundsätze können angewendetwerden, anführen.

Alis dem vierten Punkt folget über.Haupt, daß die Widerscheine nurin den Schatten und halben Schat-ten recht merklich scpn können. Zwarnimmt jeder helle Körper, von einemnahe an ihm liegenden merklich hel-leren etwas, Licht an; abcr der Un-terschied der Helle zwischen dem wie-derscheincnden, und dem schon vor-her vorhandenen Lichte muß schonsehr beträchtlich fey», wenn die Wür-kung des Widerscheines in die Au-gen fallen soll. Je dunkler also dieSchatten sind, je merklicher ist auchder Einfluß der Wiederscheine. Siesind also das Mittel, den Schatteneinige Klarheit und Annehnilichkcit zugeben. Ohne sie würde» die ganzenSchatten schwarz, und die halbenSchatten kalt und matt seyn.

Daher muß der Mahler sorgfältigsey», die'Anordnung so zu machen,daß die dunkeln Stellen desGemähl-des natürlicher Weise durch Wider-scheine belebt werden können. Diesesist einer der wichtigsten Punkte derKunst des Mahlens, dcr allein um-ständlich ausgeführt zu werden ver-diente.

Nach dieser allgemeinen Bemer-kung, wo die Widerscheine de» be-sten Dienst leisten, muß nun die be-sondere Theorie derselben aus dendrei) ersten Punkten, als den eigentli-chen Grundsätzen dieser Lekre, herge-leitet werden. Wir wollen nur eini-ges davon zum Beyspiet, wie man

zu