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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
733
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entdeket, aus welcher dieser dreyQuellen die Glaubwürdigkeit ent-springt: so weiß man auch, wogegenman bey der Wiederlegung zu arbei-ten hat.

Widerschein.

(Mahlercy)

Ein Schein, oder eine Farbe, dienickt von dem allgemeinen eine Sceneerleuchtenden Lichre, wie das Sonnen-licht, oder das Tageslicht ist, son-dern von der hellen Farbe eines in derNahe liegenden Körpers, verursachetwird. Wer das, was wir von demLieble überhaupt angemerkt haben*),gefaßt hat, weiß, daß die Farben derKörper nichts anders sind, als dasvon ihnen zurükprallende Licht, dasin unscrin Auge das Gefühl ihrerFarben verursachet. Nun kann dieFarbe eines Körpers so helle seyn,daß sie nicht bloS auf unser Auge,sondern auch auf die Farbe der nahegelegenen Körper ihre Würkung lhut,und diese in etwas verändert.

Man kann nämlich jede helle Far-be als ein Licht ansehen, das auf an-dere, ohnedem schon sichtbare Körperfallt, und auf deren Farben mehroder weniger Einfluß hat. Dassel-bige Kleid verändert seine Farbe umetwas, wenn die Wände des Zim-mers, darin wir sind, sehr weiß,oder sehr gelb, oder sehr rolh sind!weil die helle Farbe der Wand alsein Licht auf das Kleid fallt, und al-so norhwendlg eine Acndcrung daraufverursachet.

Wenn also Gegenstande von man-chcrley Farben neben einander liegen,so bekommt jeder nicht blos das all-gemeine Licht des Tages» oder derSonne, das auf alle zugleich fallt;sondern einige empfangen auch dasbesondere Licht der Farben der nebenihnen liegenden Körper, oder Wieder»

') Im.Artikcl Licht.

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scheine. Deswegen ist dieKenntnißder Wicderscheine ein wichtiger Thcilder Theorie des Mahlers. l Zwarmöchte mancher denken, der Mah-ler, der nach der Natur mahlt, undseiner Kunst gewiß ist, harre keineTheorie des Lichts und des Wiedcr-scheincs nöthig; er dürfte nur mah-len, was er sieht. Aber die Sacheverhalt sich ganz anders. Wenn wirden Landschastmahler ausnehmen, sowird kein Gegenstand gerade so ge-wählt, wie der Zufall in der Naturihn den Augen des Mahlcrs darstellt.Er wählt Stellung, Anordnung. Ein-fallen des Lichts, und auch die Dinge,die als Nebensachen zu Hebung derHauptgegcnstände ins Gemähldekommen. Je richtiger seine Kcnnt-niß des Wiedcrschemcs ist, je besserwählt er jcden Umstand zur Verschö-nerung des Colorits. Auch da, woder Künstler sich ganz an die Naturhält, kann er ohne thcoiccischcKennt-niß des Lichts und der Wnderfchcinenicht einmal alles, was zur Farbeder Körper gehört, sehen; wenigstensbemerkt er es nicht so, daß er >mStande wäre, die Naruc genau nach-zumachen. Also ist schon zu völliggenauer Beurtheilung ocr Fackelt,die mau in der Natur vor sich sieht,cine Kcunlniß des Lichts und der Wie-derscheine nolhwendig. Sehr rich-tig hat Cicero bemerkt, daß die Mah-ler in den Schatten und in den her-vorstehenden Theilcn der Körper vielmehr sehen, als andere *). Da cSaber unnölhig ist, die Wichtigkeit derLehre von den Wiederscheinen wcit-läustig zu beweisen, so gehen wir,ohne uns langer hiebe,) aufzuhalten,zur Sache selbst.

Der Grundbegriff zur Theorie desWiedel scheines ist d,. Vorstellung, daßjeder Gegenstand von Heller Farbe

als

') (Zuzin mulii vlllenr piÄnres in um-br.5 er in eininenris, czuae nos nvnvi^LMUS! I». IV.