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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
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728
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728 Wer

Es ist uM so viel wichtiger, daßder Künstler die wahre Realität sei-nes Gegenstandes mit Ernst suche,da der Schaden, der aus der frevel-haften Anwendung der Kunst entsteht,höchst wichtig ist. Ein Volk, dasdurch sophistische Künstler verleitetworden, steh an dem Schein zu be-gnügen, verliert eben dadurch denglüklichen Hang nach der Realität,den die schonen Künste vermehrensollten. Ein angenehmer Schwätzerwird für einen Lehrer des Volks, einartiger Narr oder Bösewicht wirdfür einen Mann von Verdienst ange-sehen. Wären die Werke des Ge°schmaks der ehemaligen Künstler inEybaris bis auf uns gekommen: sowürden wir vcrmuthlich darin denGrund finden, warum ein Koch, odereine Putzmacherin bey diesem Volkhöher geschätzt worden, als ein Phi-losoph. Ich kenne keine freventli-chere, verächtlichere Geschöpfe, alsgewisse Kunstliebhaber sind, die mitEntzüken von Werken des Geschmakssprechen^ die nichts als Kunst sind;die 'in Eemählde von Tcinicrs, bloswegen der Kunst, den unsterblichenWerken eines Raphaels vorziehen.Sie sind Virtuosen, wie jener Narrbey ^.iscov durch seine Abhandlungüber eine gcfrorne Fensterscheibe sichals einen Philosophen gezeiget hat.Also wird die Kunst allein, wenn siein der Wahl des Stoffs von Ver-nunft verlassen ist, höchst schädlich;weil sie Wolgefallen au eitelen undunnützen Gegenständen crwekt.

Es ist eine citele Verthcidigung sol-cher Kunstwerke, daß man sagt, siedienen zum Vergnügen und zu ange-nehmen Zeitvertreibe. Der Grundhätte seine Richtigkeit, wenn dieserangenehme Zeitvertreib nicht eben sogut durch Werke von wahrem Stoffkönnte erreicht werdeg. Darin be-steht eben die Wichtigkeit der Kunst,daß sie uns an nützlichen DingenVergnügen finden läßt. Wer nnsre

W e r

Meynung über den Werth der Kunst-werke von schimärischem Stoff über-trieben findet, dem antworten wirmit dem Quintilian: Sollten wirdas Landgut für schöner halten, wowir lauter Lilien und Violen und er-götzendeWasscrkünste sehen, als das,das uns Rnchthum von Feldfrüchtcnund mit Trauben beladenc Weinrebenzeiget? Sollten wir den unfrucht-baren Platanus und schön geschnitte-ne Myrten, den mit Weinreben pran-genden Ulmen und dem fruchtbarenOelbanm vorziehen?*)

Man kann die Werke der Kunst inAnsehung des Stoffes m dreyClassenabtheilen. Er ist nämlich l. ergö-tzend, oder unterhaltend; 2. leh-rend-, oder unterrichtend; z. rüh-rend, oder bewegend. Von diesenist der ergötzende am Werth der ge-ringste; choch deswegen nicht ver.ächtlich. Er ist nicht blos darumschätzbar, daß er, wie Cicero inRnksicht auf die redenden Künste be-merkt, gleichsam das Fundamentder Kunst ist, **) sondern auch des-wegen , weil jedes Vergnügen, dasauf wahre Vollkommenheit undSchönheit gegründet ist, seinen wah-ren inncrn Werth hat, indem es un-ste Lust an dem Vollkommenen undSchönen unterhält: der lehrendeStoff scheint der wichtigste, weilKenntniß oder Aufklärung das höch-ste

ezo funclum cMriore-n purem,in quo m>ki qui- ollenclerir Ulis erviolss, er umoenoz tonres surxenres,quam udi pieriu metlis, >>ur grzves sru-etu vires erunc? Lerileoi plumnum,rontus^uc m^rrsz. quzm muiiism ul-nnim er oberes o!eus prucopruveiim?c^ivr, Inr. I., VIII. c. z,

L>us rorius xenens, quc>6 zrueced.-r-'tk.-»!'/»-»- oommuiur, quoä quul»zrl intpicirnitum, seleUunonis caul»compururum eli, (kormum) nun com»plcÄ-rr hoc remporc?io?i ?»o-t «ee/i-Leiiits /it i r/? eiiim ,//aejus oruroris > quem inkolmare vvlu-wus. Lic. Oraivr.