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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
709
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Vor

lich gezciget worden."') Wir merkenhier nur noch an, daß man auch aufdie Bewegung und NotcngattungcndesStüks sehen muß, um dem Vor-trag den gehörigen Grad der Schwereoder Leichtigkeit zu geben. DcrATaktz. B- hat einen leichten Vortrag; istaber ein Stük in dieser Taktart mit^claFio bezeichnet, und mit Zwey-unddreyßigtheilen angefüllt, dann istder Vortrag desselben schwerer, alser ohnedem scyn würde, aber nichtso schwer, als wenn dasselbe Stükim ^ Takt gesetzt wäre. Ferner mußman aus der Beschaffenheit oder demZusammenhang der Melodie solcheStellen oder Phrasen bemerken, dievorzüglich schwer oder leicht vorge-tragen seyn wollen; dadurch wirdder Ausdruk verstärkt und dem Gan-zen eine angenehme Schattirung ge-geben. Nur in strengen Fugen undKircheustüken fallt diese Schattirungweg, weil sie sich nicht wol mit derWürde und der Erhabenheit des Aus-druks derselben vertragt. In solchenStüken wird jede Note, nachdem dieTakrart ist, gleichfest und nachdrük-lich angegeben. Ucberhaupt wirdjede Taktart in der Kirche schwerervorgetragen, als in der Kammer,oder auf dem Theater; auch kommendie ganz leichten Taktarten in gutenKircheustüken nicht vor.

z) Die gehörige Starke undSchwache. Ein Mensch, der nie-dergeschlagen ist, wenn er auch dienachdenklichsten Sachen sagt, sprichtin einem schwachem To», als ein an-derer, der fröhlich oder zornig ist; hie-von ist jedermann überzeugt. Da dieMusik nun hauptsächlich die Schil-derung der verschiedenen Gcmüths-bewcgungcn zum Endzwck hat, so istder gehörige Grad der Stärke oderSchwäche, worin ein Stük vorge-tragen wird, ein Haupttheil desAus-druks im Vortrage. DieZeichen p.t,und cmige andere, die zur Bczcich-*) S. Takt.

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nung des Starken und Schwachendienen, reichen so wenig wicdieWor-te, die die Bewegung bezeichnen, hin,alle Grade derselben zu bezeichnen:siestchen oft nur da, damit nicht ganzgrobe Unschiklichkeiten begangen wer-den möchten, indem man stark spielte,wo der Ausdruk Schwäche verlangt,oder schwach, wo man stärker spie-len sollte: sie würden, wenn sie würftlich hinreichend waren, oft unter alleNoten eines Ctüks gesetzt werdenmüssen. Dem Sänger werden sieselten vorgeschrieben, weil von ihmverlangt wird, daß er den Grad derStärke und Schwache ans den Wor-ten und der darüber gelegten Melo-die erkennen soll.

Jedes Stük verlangt im Vortrageinen ihm eigenen Grad der Starkeoder Schwache im Ganzen, auf densich die Zeichen p, f. ec. beziehen: die-ser muß aus der Beschaffenheit sei-nes Charakters und Ausdruks er-kannt werden; und eine mehr oderweniger merkliche Abänderung des-selben in seinen Thcilcn, die aus derBeschaffenheit des Gesanges erkanntwird. Einige Stüke wollen durch-gängig nur me??c> forte vorgetra-gen seyn; andere hingegen korrilllmo.Wo hicrwider gesehlet wird, ver-liert der Ausdruk einen großen Theilseiner Kraft. Es ist falsch, wennman glaubt, daß die Stüke, dieschwer vorzutragen, auch stark, unddie leichten schwach vorgetragenwerden müssen. Um den Grad derStärke oder Schwache des ganzenStüks zrz treffen, muß man den Aus-druck, der in ihm liegt, aus denNoten lesen können, oder es einige-mal in verschiedener Stärke oderSchwache durchspielen, und auf dieVerschiedenheit merken, die diese Ab-änderungen in dem Ausdruk zuwegebringen, bis man den Grad getrof-fen hat, der ihm zukömmt. Aberdie höchste Vollkommenheit des Aus-druks beruht auf den schiklichstcn

Ay z Abäu-