Vor Vor 701
thetischcs oder trauriges Stük; ein üsnte, allexro, proste, etc. zeigenanderes ein Lied oder eine Opernarie, nur überhaupt an, ob das Stük land-ein Tanzstük oder ein Solo; jedes sam, oder geschwind, odermittclmas.verlangt einen ihm angemessenen sig langsam oder geschwind vorge«Dortrag; daher wird zu der Deut, tragen werden solle. Bc» den uwlichkeit des Vortrages nochAusSrnk endlichen Graden des Geschwinderenerfodert. Endlich verlangt der Ge« oder Langsameren ist dieses nicht hin«schmak Zierrathen, in so fern sie sich länglich. Der Spieler oder Sangerzn dem Charakter und Ausdruk des muß sich schon durch die ErfahrungStüks schiken; daher muß in den ein gewisses Maaß von der nacürli«Dortrag gewisser Stüke noch Schon« chcn Geltung der Notengatlungen er«heir oder Aicrlichkeir kommen. worden haben; denn man hat Stüke,Dieses sind die drey Haupteigen, die gar keine Bezeichnung der Vcwe.schaften des guten Vortrags, die wir gung haben, oder blos mit l'emp»nun , «0 weit es die Einrichtung die. ßiasto bezeichnet sind. Er muß da«ses Werks erlaubt, naher betrachten her die Notengattungen des Stükswollen. übersehen. E>n Stük mit slleZro bc-Eo darf wol nicht angemerkt wer- zeichnet, dessen inehicste und geschwin-den, daß bei) dem guten Vortrag eine dcste Noten Achtel sind, hat eine ge«gewisse erworbene Fertigkeit im No- schwindere Taktbewegung, als wermtenlesen, und vornehmlich in dem Me» diese Noten Sechzehnte! sind, undchanischen der Ausführung voraus- eine gemäßigtere, wenn sie zwei) undgesetzt wird. Der Redner, der seine dreyßige Theile sind; so auch in denAussprache und seine Gebehrdcn nicht übrigen Gattungen der Bewegung,in seiner Gewalt hat, hat keinen An- Auf diese Art ist er im Stande, diespruch auf einen guten Vortrag zu Bewegung des Stüks ziemlich genaumachen ; so auch der Virtuos, der zu treffen. Sie ganz genau zu tref-scin Instrument oder seine Stimme fen, wird erfodert, daß er zugleichnicht in seiner Gewalt hat. Hiemit auf den Charakter und Ausdruk deswird aber nicht gemeynct, daß man Stüks sein Augenmerk habe: hievonalle Schwierigkeiten, die in den Solos wird hernach bc» Gelegenheit desoder den Bravurarien vorkommen, Ausdruks im Vortrag, das Notlügeauszuführen im Stand seyn müsse, angemerkt werden. Zur Deutlich-Nicht älle Stüke enthalten solche kcit des Vortrages ist hinlänglich,Schwierigkeiten, und man kann ei- daß man die richtige Bewegung desneu guten Vortrag haben, ohne eben Stüks einigeristaßen treffe,ein Solospicler, oder ein Sanger von 2) Daß jeder Ton rein und distinctProfeßion zu seyn; ja man hat Bcy- angsgebcn werde. Vey einigen kreischtspiele, daß bey der fertigsten Ausfüh- der Ton, wenn sie forte, oder brichtruug oft ein schlechter Vortrag ver- sich, wenn sie piano spielen oder stni-banden ist. Aber jedes Stük, es sey gen ; dies ist höchst unangenehm. I»übrigens so leicht oder schwer, als es geschwinden Stüken oder Laufermwolle, verlangt einen gewissen G_rad muß jeder Ton rund, und deutlichder Fertigkcitin der Ausführung; die», von den andernabgesondert vernoim,scn muß man nothwendig besitzen, mcn werden; ohnedem wird der Vor-wenn inan es nicht verstümmelt, oder trag undeutlich, welches vornehmlichdoch angstlich vortragen will. geschieht, wenn ein oder mehrereZurDeutlichkcit des Vortrages ge- Töne aus Mangel der Fertigkeit weg.hört: 1) daß man die.Takth.ewcgung gelassen, oder, wi? man sagt, Ver-des Stüks treffe. Die Wörter an- schlnkt, werden.
3) Mus-