Vor
Er wird deswegen auch mit klei-nen befondcrn Noten angedeutet,
-.».D
Vor
691
deren Geltung selten bestimmt wird.Zum Bcyspiel:
s^-..
MW
Gar viel Vorschläge aber werden vonSangern und Spielern ohne Vor-schrift des Tonsetzers gemacht. Siehaben sich aber dabey in Acht zu neh-mcn, daß sie nicht zur Unzeit undnicht zu oft hinter einander kommen.Was hierüber anzumerken ist, findetman in Herrn Dachs Versuch überdie wahre Art das Clavier zu spielen,vollkommen gut angezeigct *). Wirmerken mir noch au, daß der Vor-schlag unausstehlich sey, der von derRone zur Octave vom Basse ganzam Ende genommen wird, besonderswenn man ihn, wie öfters von ge-fühllosen Spielern geschieht, starkangiebt, und so lange halt, daß manden letzten Ton, der eigentlich denSchluß machen, und alles in Ruhefetzen soll, kaum mehr vernimmt.
(*) Von dem Vorschlage handelt, un-ter mchrcrn: Mozart (Im slenHauMücke s. Violinschule.) — T.P. iL. Dach (In der aten Abthcil. desstcn Hauptst. s. Versuchs über die wahreArt, das Clavier zu spielen.) — L.U).Marpurg (In dem -ten Artikel des9ten Hauptst. s Anleit. zum Clavierspie-lcn.) -- T>. G. Türk (Im ztcn Kap.s. Klavierschule, und zwar von den Box-,schlügen überhaupt: von den verändert!,chen Vorschlägen; von den unveränder-lichen Vorschlägen; von den Nachschlä««en.) — —
Vortrag.
(Redende Künste.)
Ist der Ausdruk der Rede durchStimm und Gebchrdk, oder dasVer-') S. 0, ff.
nehmliche derRede, das.nicht indemSinn der Worte, sondern in demTon, in den Gcbehrdcn und in demGesichte des Redners liegt. Diesesist die Erklärung, die Cicero vondem Wort -gäbic, gicbt *). Jeder-mann weiß aus der täglichen Erfah-rung, daß dieselben Gedanken, der-selbe Sinn der Worte durch die Ver-schiedeiihcll des Vortrages ganz ver-schiedenen Eindruk machen; daß folg-lich der Vortrag ein wichtiger Theilder Beredsamkeit sey. Es verdienetaber hier besonders angemerkt zu wer-den , daß die zwey größten Rednerdes Alterthums, Demosihcncs undCicero, ihn für den allcrwichtigstengehalten. „Der Vortrag,k' sagt Ci-cero, „ist das, was in der Rede diegrößte Kraft hat. Ohne ihn kannder größte Redner nichts ausrichten;aber ein mittelmäßiger, der ihn inseiner Gewalt hat, kann dadurch öf-ters die größten übertreffen. Mansagt, daß Demosthenes, als er ge-fragt wurde, was das Wichtigste inder Kunst zu reden sey, dem Vortragdie erste, und auch die zwcyte unddritte Stelle eingeräumt habe **)."
Darum verdienet die Betrachtungdes guten Vortrags in der Theorieder redenden Künste, eine besondersXx 2 genaue
") ?ecir (sÄi'o) stiluciäsm oreeionsm erillustrem, er p!vl>»!st!em, er iue.em,
«on , /i -'.'i II», ,cralc I>oc«»>, »uot»
v»/t» Cic in l'up."') in ciicenäo UN» äominsrur.
Sine stsc lummu5 or-ror eile in nu-mero nullo porcst: mecliocris liec in.struüns, lummos ise.e kuperzrs.ttuic primae (lest lle lZ-inoltdencs gl-cirur, cum rvAererur, guicl m äi-cenän eller primum; lruie kecun仫,Iduis lerri»«.