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4 (1794) [R - Z]
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658
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zwar, daß es Verse gebe, WS un-gleichartige Füße vorkommen, als^ ^ ^ z j Inverba

^ursd-is mea ^). Allein dieses ge-schieht nur in Doppelfüßen, die wieder zusammengesetzte Takt in der Mu-sik anzusehen sind. Der angeführteWero hat eigentlich nur zwey Füße>--- j , und bey-

dc sind gleichlang, und durchausgleichartig. Indessen konnten der-gleichen Verse ohne langweilige Mo-notonie nicht viele hinter einanderfolgen.

Ohne ganz ermüdende Weitläufig-keit können nicht alle Fälle der gleich-und ungleichartigen Zusammensetzun-gen angezeigt werden. Wir begnü-gen uns, überhaupt anzumerken, daßder Dichter den Tonsetzer zum Mu-ster zu nehmen habe, der nichtzweycrley Taktarten in einem Rhyth-mus verbindet, es sey denn, daß eretwa dem Ende desselben durch dieTaktänderung einen besonders merk-lichen Schlußfall geben wolle.

Der Schiußfall des Verses kannauf sehr verschiedene Weise merklichgemacht werden. Ehedem bedientensich die deutschen, und auch andreDichter, des Reims, und des merk-lichen Einschnitts im Sinn, als derbequemsten Mittel hiezu; aber einfeineres Gehör gab den Griechen undden Römern andere Mittel an dieHand. Sic wußten jedem Vers da-durch einen Schluß zu geben, daßdie erste, oder die zwei) ersten Sylbe»des folgenden Verses unmöglich mitder letzten des vorhergehenden konn-ten in einen Fuß zusammenfließen,ohne daß der ganze Gang .der Redezerstört würde: und dieses haben auchwir nun von ihnen gelernt. Werfolgendes, ohne Abtheilung gcschrie-den fände:

Und ein liebenswürdiges Paar, zwo be-freundete Seelen,

-) Uor. Lxoä, XV.

V er

Benjamin und Dudaim, umarmten ein-ander und sprachen.

würde bald merken, daß es zwcyHexameter sind. Denn es ist nichtmöglich, weder eine, noch zwcy Eni/ben vomAnfange des zwcyrenVersesmit zum ersten zu ziehen, ohne de»metrischen Gang ganz zu zerstören,Alles leitetuns natürlich darauf nachdem Worte Seelen, das Ende eines ^rhythmischen Abschnitts zu empfin-den. Die Alten wußten dieses so be-stimmt fühlen zu machen, daß sie so >gar den Vers mitten in emem Weit iendigten. Doch mag dieses eine blosgeduldete poetische Freyhcit gewesenseyni denn es komme doch, gegendie andern Falle, wo der Vers sichmit einem Wort endiget, nicht oft 'vor. Denn ist auch die Pause, odereine im letzten Fuß fehlende Sylbe,oder wenn man lieber will, eine »achdem letzten Fuß angehängte Sylbe,ebenfalls ein Mittel den Schluß fühl-bar zu machen : als:

Komm Do j eis komm s zu jcjmBuchenDa nach dem Gange des Verses aufdie letzte Sylbe nothwendig wiedereine lange Syibe folgen muß, die cr- ,sie Sylbe des folgenden Verses aberoffenbar kurz ist, so fühlet man hierdie Pause, welche die Stelle der nochfehlenden laugen Sylbe einnimmt.Eben so würde man das Ende mer-ken, wenn man den Vers trochaisch,mit vorgesetzter kurzen Sylbe lesen,oder wie man in der Musik spricht,im Auftakt anfangen wollte: KomnfiDoris I komm zu j jenen > Bnchcnj.Wollte man den Vers durch cumFuß des folgenden verlängern, sopaßte cr, als ein Jambus, nicht indie Bewegung. Also fühlet manauch das Ende des Verses.

Wir begnügen uns, dieses wenigeüber den Schlußfall des Verses an-gemerkt zu haben, und überlassen eseinem geübten Dichter, die Materie

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