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4 (1794) [R - Z]
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Zlrt, die darum etwas hyperbolischesoder übertriebenes haben. Manbraucht Bilder, die starker rührenals das Gegcnbild. So vergleichetman einen in Widerwärtigkeitenstandhaften Mann mit einem Felsen,der gegen die tobenden Wellen desMeeres unbeweglich steht; von einemMenschen, der heftig erschrikt, sagtman, er sey wie vom Gewitter ge-troffen; und so sagt Horaz von demrechtschaffenen Mann, er fürchte sichmehr vor einer schändlichen Hand-lung als vor dein Tode. Die Vcr,gleichungcn dicscrArt können bis zumErhabenen steigen. Sie müssen aberetwas sparsamer, als die andern Ar-ten gebraucht werden, es sey denn,daß durchaus in der Rede, oder demGedichte, wo sie gebraucht werden,ein ganz heftiger Affect herrsche;denn dieser vergrößert alles.

Es gicbt auch poßirliche Ncrglci-chungcn, die das Lächerliche verstär-ken, wovon ein großer Rcichthumvon Beyspielen in Buttlers Hudi.bras anzutreffen ist. Sic sind mei-stenlheils so beschaffen, daß bcy derNerglcichung etwas widersprechendscheinendes vorkommt, das ihnendas Lächerliche gicbt: große Sachenwerden mit kleinen, ernsthafte mitscherzhaften verglichen, oder dasBild hat etwas so gar sehr von derArt des Gegenbildes verschiedenes,daß nur eine seltsame, poßirliche Ein-bildungskraft die Aehnlichkcitentdckt.Sie geben den Cpottrxdcn eine beson-dere Schärfe.

Was wir überhaupt von Erfin-dung der Bilder angemerkt haben,')gilt auch von Erfindung der Vcrglci-chungen, daher wir uns hiebey nichtbesonders verweilen dürfen.

-K. ^

(') Die, zu diesem Artikel gehörigenNachmessungen finden sich bei, dem ArtikelEleicbmst. Zu den daselbst a»gc>

*) S. Allegorie; Bild.

V er

führten Schriftstellern gehört noch, C.Adelung (Im iten Bde. S. ??4. s- W>lieber den deutschen Styl, ztc Aufl.)

V e r h ä l t n i ß.

(Schöne Künste.)

5)ie Größe oder Starke eines Thcils,in sosern man ihn mit dem Ganzen,zu dem er gehört, vergleicht. Größeund Stärke sind unbestimmte Dinge,die unendlich wachsen und unendlichabnehmen können. Mau kann vonkeiner Sache sagen, sie sey groß oderklein, stark oder schwach, als in so-fern sie gegen eine andre gehaltenwird.

In einem Gegenstände, der ausThcilen besteht, herrscht ein gutesVerhältuiß der Theile, wenn keiner,in Rüksicht auf das Ganze, weder zugroß noch zu klein ist. Unser Urthcilüber das Verhältuiß der Theile ent-steht entweder aus der Natur der Sa-chen» oder aus der Gewohnheit.Diese hat uns gewisse Mausten derDinge so bekannt gemacht, daß dieAbweichung davon etwas widerspre-chendes oder übertriebenes in unfernVorstellungen hervorbringt. Dennwir können uns nicht enthalten, ineinem uns ganz bekannten und gelau-figen Gegenstand, so bald wir ihnsehen, alles so zu erwarten, wie wires gewohnt sind. Ist nun etwasdarin merklich größer oder kleiner,als das gewöhnliche Maaß erfodert,so crwckt derselbe Gegenstand zweyer-ley Vorstellungen, die einander ineinigen Stükeu widersprechen. InDingen, die blos durch die Gewohn-heit bestimmt sind, können die Ur-tbeste der Menschen über die Verhält-nisse einander entgegen scyn.

Es gicbt aber auch ein Urrhcil überVerhältnisse, das ans der Natur derSache selbst entsteht. Wenn einTheil des Ganzen eine Große hat, dieseiner Natur, oder seiner Bestim-mung widerspricht: so wird uns die-