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4 (1794) [R - Z]
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644
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644 Ver

und über dieNothdurft bey der Ver-glcichung, wie in diesem Beyspiel:

t^usti pifciz, iribcm ett smzccir Icnse;

ncgusm n>i> rccenz :Izksberkuccum, is lusvir-rcm, cum

czuovis pskkoVel p»rinsrium, vel stkum vcrrc«i^uci pskic> luker *)

Der erste Vers ist zur Begleichungvöllig hinreichend; der Zusak derHeyden andern verroch ein garstiges,schwatzhaftes Weib von niedrigemGclchmak, das der Dichter hier schil-dern wollte.

Die ästhetische Begleichung ist inAbsichtaus ihreWürkungvon dreycr-ley Arr . sie dienet zum klaren richti-gen Sehen, als eine Aufkläraug,und ist alsdann ein Werk des Ver-standes : oder zum angenehmen, Se-hen, als eine Verschönerung, undhat ihren Grund in der Phantasie;oder endlich zun, lebhafter» Sehen,als eine Verstärkung, und rühret vonlebhafter Empfindung her. In allenFällen muß das Bild sehr bekanntund gelaufig seyn, damit es seineWürkung schnell thuc.

Für die aufklarende Vcrgleichungmuß die Beschaffenheit des Bildes,aus der wir das Gcgcnbstd, wie ineinem Spiegel sehen sollen, volligeAchnlicdkcit mit diesem haben, undsehr hell in die Augen fallen. Hallersagt von den ehemaligen rauhenScandinavlern, daß sie die friedlichenEinwohner des südlichen Europa alseine Beule ansahen, die von der Na-tur für sie geschaffen wäre, wie fürden Sperber die Taube geschaffensey.") Diese Vcrgleichung ist über-aus geschikt, die Begriffe, die er unsgeben wollte, in vollkommener Klar-heit darzustellen. Sehr bekannt undgelaufig ist das Bild des Sperbers,der die Taube, als einen ihm vonder Natur bestimmten Raub hascht.

-) ?i»ur. H>tmar. l.,,le> j.

") Alfred I. B.

Ver

Die halb thierische Rauhigkeit der IScandinavier, ohne Bedenken, undohne die geringste Rüksichl aufRcchtoder Unrecht auf unbcwehrte Nach-barn loszugehen, wird mit völlgerRichtigkeit und Klarheit in dem Bild >sinnlich erkannt. Diese Vcrgleichunghat überall statt, wo inan auf einepopuläre Art zu lehren hat. Dieumständliche Entwiklung der Begriffedurch den eigentlichen Ausdruk hat jimmer etwas schwerfälliges, und ist,wo man nicht mit Personen, die imabstrakten Denken geübt sind, spricht, !dunkel. Darum ist es, wo manfür viele schreibt, sehr nothwendig,die Begriffe durch Vcrgleichungen !aufzuklären.

Man muß aber dabcy den Gradder Aufklärung, oder die Kenittniß !und die Fähigkeiten derer, mit de-nen man spricht, vor Augen haben.Sehr geübte Denker lieben nicht, daß ^ihnen das, was sie ohne Bild bc- !stimmt und genau genug sehen, durch !Vergleichungci, aufgeklärt werde.Für diese kann man nicht schnell ge-nug denken; sie wollen alles gerade- !zu und auf das Kürzeste vernehmen. ZDeswegen haben die Vcrgleichungen ^im strengen dogmatischen Vortrageselten statt. So bald man aber mitMenschen zu thuu hat, die mehr des Ianschauenden, als des entwikelteii !Denkens gewohnt sind, muß mansich der aufklärenden Vergleichungcnöfters bediene». Doch ist in soferndarin Maaßund Ziel zuhalten, daßman sie nur bey etwas schwerer»Hauptbegriffen zu Hülfe nehme.Wenn sie zu oft ohne Roth vorkam- !men, so veukt der Zuhörer, man !traue seiner Fähigkeit zu begreifengar zu wenig; deswegen werden sie !ihm anüößig. Dieses erfahrt manbcym Lesen des Ovidius nur allzu oft. !Diese Lergleichung erfodert auchnoch die genaue Sorgfalt, von demBilde nichts zu zeichnen, als waswesentlich zu dem eigentlichen Punkt

der