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4 (1794) [R - Z]
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barer und gewöhnlicher, oder verstek-tcr und fremder ftyn müssen, nach-dem der Charakter des Werks dieeine oder die andere Arr natürlichmacht. Was vom Uebergang ange-merkt worden,*) gilt auch hier. Bei)Untersuchunaen, im lehrenden Vor-trag, und überhaupt in den Werken,die für de» Verstand gemacht sind,müssen die Verbindungen natürlich,eng und in dem Wesentlichen derDinge gegründet seyn ; weil es sonstdem Werk an Gründlichkeit fehlet.Je bestimmter der Endzwek einesWerks ist, je genauer und bestimmtermuß auch die Verbindung aller Zheiledesselben ftyn; denn ein Werk vonganz genau bestimmtem Zwete hatschon einige Aehnlichkeit mit einerMaschine, deren Würkung nicht kannerreicht werden, wenn die geringsteTrennung in ihren Theilcn statt hat.In Werken, an denen die Einbil-dungskraft des Künstlers den größ-ten Anlhcil hat, sind die Verbindun-gen natürlicher Weise viel freyer,und sie sind es um so viel mehr,je stärker die Einbildungskraft er-hitzt ist. Ein Werk dieser Art würdekalt oder matt werden, wenn derKünstler da auf methodische, undauf innere oder wesentliche Ueberein-knnft der Dinge gegründete Verbin-dungen denken wollte.

Aber diese Materie kann überhaupthier weder methodisch noch ausführ-lich behandelt werden! weil dasHauptsächlichste der Kunst, die Wahldcr Thcile, ihre Anordnung und eingroßer Theil der Bearbeitung auf dieArtdcrVerbmdung ankommt. Woll-ten wir hierüber vollständig ftyn, somüßten wir den volligen Gang desVerstandes Key Untersuchungen, denvielfachen, mehr oder weniger küh-nen Pftilg der Phantasie durch diewürkhchc und durch mögliche Welten,die verborgenen, oft sehr seltsamenWege des Herzens in ihrm Krüm-

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nmngc», steilen Hohen und gähiii,.gen Abstürze» vor Augen haben.

Wir können also kaum etwas an-ders rhui:, als auf der einen Seileden Künstler ermunrern, in feinem iStndircn und Nachdenken über duGeheimnisse der Kunst eine besondere 'Aufmerksamkeit auf die Verbind»»,gen zu wenden, und deren verschie-dene rten und Grade nach den CH».ratteren und den verschiedenen Tö-nen der Werke, so viel möglich ist,zu bestimmen: auf der andern Seiledie Liebhaber und Kunstrichter eriu-nern, daß sie sich bemühen sollen, !bey jedem Werke der Kunst sich so viel lmöglich i» die Gemüthslage zu setzen,dann oer Künstler bey Verfertigungdes Werks gewesen ist, wenn sie nicht jin die Gefahr kommen wollen, ein 'falsches Urrheil über die Verbindun-gen zu fällen, oder ohne Noch Anstoßin dem Werk zu finden.

Es giebc leichte, sehr faßliche, jschwere und scharfsinnige, natürlicheuns phantastische, comische und ernst- *hafte, entfernte und nahe, wesentlicheund zufällige, und noch gar viel mehrArten der Verbindungen, deren jede !nach dem Charakter und Ton desWerks gut oder schlecht ist. Die ein-zige praktische Anmerkung, die wirHier machen können, ist diese: daß derKünstler, der sich vorgenommen hat,sein Werk bis zur Vollkommenheit zubearbeiten, es ein oder ein paar male,dlos in Absicht die Verbindungen zubeurthcilen, genau durchzusehen habe.In Ansehung der Verbindung jedescinzelenTheiles mit dem Ganzen ha-ben wir an einem andern Orte demKünstler die Regel gegeben, daß er inPeurthciluiig seines Werks bey je-dem Theilc stehen bleibe, um ihn zufragen, warum bist du da, und wieerfüllest du deinen Endzwek? hast du 'den Ort, der dir zukommt? u. f. f.Dieses stellt ihn vor der Gefabr sicher,Dinge ziiznlassen, die ausser Verbin-dung mit bcm Ganze» sind. In An» !

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