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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
628
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6-8 U mk

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die Quinte zur Quarte, und dieSeptime zur Secunde u. s. f.

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wie aus dieser Vorstellung zu se-hen ist:

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Hierauf gründen sich die Regeln vonder Veränderung der Intervalle, diedurch den doppelten Contrapuukt ent-stehen

z. Bisweilen werden ganze melo-dische Satze so umgekehrt, daß vonzwey Summen die obere zur untern,und die untere zur obern wird. Die-ses sind die Unikehrungen der melodi-fchen^ätze durch den doppelten Con-trapunkt, da von zwey Stimmeneine um eine Octavc, Decime, Duode-nale u. s. f. höher, oder tiefer gesetzt,und also gegen die andere umgekehrtwird, wie an den in de», Artikel Nach-ahmung gegebenen Beyspielen **)zu sehen ist, wo die untere Diskant-stimme des ersten Satzes 0) bey (b)durch die Umkehrung, oder Versetzungder ganzen Stimme in die Octave,zur obern wird: bey (c) ist die untereStimme des ersten Satzes um eineTerz erhöhet, und bey (.ll) durch Her-aufsetzung um cincOcrave wieder zurobern Stimme gemacht. In diesenUmkehrungen der Stimmen bestehtdie ganze Kunst des doppelten Eon-tra punkts.

4. Cinzele kleine melodische Gängewerden auch so umgekehrt, daß ebendie Töne, die in dein einen Satz auf-oder absteigend auf einander folgen,im andern in umgekehrter Bewegungfolgen, wie in diesem Beyfpiele:

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Durch dergleichen Unikehrungen wirdvornehmlich in eontrapunktischcnEtükcn, wo oft nur ein einziger knr-

*) S. Cvntrapuukt.

S. lliTl). S.qsq.

zer Satz ausgeführt, oder zu jederNote des Choralgesangcs angebrachtwird, Mannichfalrigkeir in die Me-lodie gebracht, die sonst sehr armund mager klinget. Sic müssen abervon der Art seyn, daß der Gesangdadurch nicht unförmlich werde.

In Singstüken sind dergleichenUmkehrungen, vornehmlich über dienämlichen Worte, allezeit von schlcch.tem Erfolg, weil sie eine falsche De-clamation der Worte verursachen.Der berühmte Duononcini hat einSingstük über die Worte: Wer sichselbst erhöhet, soll erniedriget, undwer sich selbst erniedriget, soll erhöhetwerden, gemacht, wo diese Art derUmkehrung ves Thema sehr glücklichangebracht ist.

Man findet ganze Stüke von gros-sen Conlrapunktisien, die auf diesejetzt angezeigte Art umgekehrt werdenkönnen. Diese werden nach.den Re-geln des doppelt - verkehrten Contra-punkts gemacht, die in Marp-.wgsAbhandlung von der Fuge ange-zciget stehen.

Umriß.

(Zeichnende Künste.)

Die äußersten Linien, wodurch dieSchranken, folglich die Form einesKörpers bestimmt wird. Vorzüglichversieht man dadurch die äußerstenLinien bey Zeichnung der menschlichenGestalt, die den wichtigsten Theil derZeichnung ausmachen. Jede bebil-dere Ansicht des Körpers laßt einenbesonder!! Umriß sehen, und m jebeemöglichen Ansicht verändert er sichnach der Stellniig oder Bewegungder Gliedmaaßcn. Also kann eme

Figur