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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
612
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6is Ueb

damit er nicht. durch den Schein ge-blendet, die Werke andrer Volker ausdem Zeitpunkt der Ueppigkeir zu Mu-stern annehme, wie die ersten italiani»sehen Baumeister gechan haben.

Uebergang.

(Redende Künste.)

^)ie verschiedenen Arten, wie Rednerund Lichter von einem bedankenauf den folgenden, von einem vor-gerra wricn Punkt auf einen andernübergehen, verdient in der Theorieder redenden Künste besonders be-trachtet zn werden; weil sie sehr vielzu Annehmlichkeit, Klarheit undd m Charakter der Rede überhauptb ytragen. Dieser Uebergang ge-schieher entweder unmittelbar, so daßzwey ganz verschiedene Gedanken,ohne e>was dazwischen gefetztes aufkyiander folgen, oder mittelbar durchBindeworter, oder kurze Bindcsäyeund Formeln, wodurch der Grund,oder die Art der Verbindung ange-zeigct wird.

Wir betrachten hier vornehmlichdie flcbergangc, die mittelbar durchemzcle Woncr oder Formeln gesche-hen, was von den römischen Lehrernder Redner cravstcu«, und trsnlstic,gencnnt wird *). Was die Binde-wörter, oder Consunctionen, in ein«zelen Perioden sind, das sind die Ue-bcrganasformeln in Absicht ans dieganze Rede. »Ohne die Bindewör-ter, sagt ein großer Kunsirichter, ka-men in der Rede nur abgerissene zer-stükte Glieder heraus, die nichts fe-stes ausmachten. Die Rede würde,

Oer Verfasser der IV Bücher überdie Rhetorik an kteuerin-us sagt:l'rsnsuio vocsru , quse, cum olicnctirbrevlrer, gu»cl äiüum iir, pro^vnirirembrevi q^vci te^uzeur, tmcmoM'i,Iii /»e-rt, /i-atct-i;

Quiiitilian soricht von denÜebergssngen an iiiedr Orten unterdem Namen »»nMu-.

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wie eine Liste von gesammelten Aus-drüken und Redensarten aussehen.Sie dienen zu verknüpfen, zu erwei-tern, zu vermehren, zu bedingen, ent-gegen zu setzen, gegen zu hallen, zuentwikeln, den Zeitpunkt, die Ursa-che, den Schluß anzuoeucen, die Re-de fortzusetzen und abzuführen *)."Der historische, der lehrende, der un-terhaltende Vortrag, und überhauptdie Schreibart, darin mehr Verstand,als Einbildungskraft und Cic fin-dung herrscht, können den mittelba-ren Uebergang nicht entbehren; undgewiß hängt ein großer Thcil derDeutlichkeit und Annehmlichkeit desVortrages davon ab.

In dem Vortrag einer ganz stren-gen Lchrart, wie z> V- in mathema-tischen und philosophischen Beweisen,ist man sorgfaltig, jeden zum Beweisdienenden Satz durch ein Bindewortan den vorhergehenden zu hangen;man findet da immer die Wörter:darum, nun aber, also, deswegen,folglich u. d. gl. Denn da ist es sehrwesentlich, daß der Leser überall dengenauesten Zusammenhang aller Sä-tze vor Angen habe. Zum erzählen-den Vortrage schiken sich diese For-meln nicht, weil da die Sachen nichteinen wesentlichen, sondern mehr zu-fälligen Zusammenhang haben. Des-wegen findet man da ganz andereAirendesUebcrgangcs: hierauf; in-zwischen; dessen ungeachtet; nun-mehr; darauf u. s. f. Andre Gat-tungen des Vortrages haben wiederihre Formeln. In Hein lyrischen Ge-dicht aber fallen sie fast ganz weg, undder Uebergang geschieht, der Emsin«dung gemäß, meistencheils un> it-telbar- Doch kommen auch da nochUebergangswörtcr vor, dic aber mchrdie Art der Ausrufungswörter (In-teriectionen) als der Bindewörterhaben.

Man

5) Bvdmer in den ErunkMen der deut-schen Sprache im Vlll Abschnitt-