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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
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auf eine sehr leichte Art gebaut, undhernach wieder eingerissen. Dasgroße Portal an dem KöniglichenSchloß in Berlin, ist nach dem Mu-ster des Triumphbogen des KaisersEeptimius Severus gebaut.

(5) Nachrichten vvn den , in diesemArtikel angeführten Triumphbogen derZilien, finden sich bey den Art. Bauart,S. zc>4U!>d zc-S. und Flaches Schniiz-rverk S. -40.

Entwürfe zu Triumphbogen haben, vonNeuem, unter mehrcrn, geliefert: Ä.eBrun (tlic cie Triumphe en Obeliz.«zue pour lo ?Iaee Ozupkrine, gest. v.Chauoeau. e^rc llc ^riomphe d ! hon-nrur cle Collis ic fronst. Oeux /^rca«je l'liompke, gest. von ?e Pautre.)

T r 0 k e n.

(Schöne Künste.)

Es ist schwer, den eizcmlichen me-taphorischen Sinn dieses Worts,wenn es von Werken d es Geschmaksgebraucht wird, zu bestimmen. Esscheinet überhaupt einen Mangelästhetischer Annehmlichkeit eines Ge-genstandes nnszndrüken. Sehen wirauf die eigentliche Bedcmtung zurüke,in der das Wort ebenfalls etwasmangelhaftes bedeuten Hann, so fin-den wir, daß es mich d en Mangelder Safte anzeiget, wodmrch die na-türlichen Körper des Pflanzen. undTierreiches ein gesundes und wol-gcfalliges Ansehen bekommen. Einetrokene Wanze ist zwar keines derihr zukommenden wesentlichen Zhcileberaubet; aber der Lebens fast, dahersie die volle Schönheit der Gestaltund das Gefällige des -Ansehens er-halten sollte, fehlet ihr. Hievonscheinet die Be-dcutung des Wortes,wenn es von Gegenständen des Ge-schmaks gebraucht wird, hergenom-men zu seyn.

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Diesem zufolge würde die Troken-heit zwar keinen Mangel des Wesent-lichen »der des Nothwendigen, son.dem blos Armuth, oder gänzlicheBeraubung des Annehmlichen aus-drükcn. In der That sagt man voneiner Erzählung, sie sey troken,wenn sie auch bey der genauestenNichtigkeit des Wesentlichen der Ec.schichte, bey Anführung der kleinestcnUmstände, weder die Phantasie, nochdie Empfindung angenehm unter-hält: und so wird überhaupt jederGegenstand des Geschmaks, der nurdem Verstände Richtigkeit zeiget, fürden sinnlichen Theil unsrcr Borstel,lung aber nichts reizendes hat, tro«ken genennt.

Und hieraus läßt sich 'unmittelbarabnehmen, daß die Trokenhcit inWerken des Geschmaks ein sehrschwerer Fehler sey, weil sie demZwek derselben gerad entgegen steht.Eben der Annehmlichkeiten halber,in deren Mangel das Trokene besteht,wird ein Gegenstand ästhetisch» oderfür die schönen Künste branchbar:daher würde das schönste Gedicht,die Aeneis z. V. in einer trokciienUebersetzung arsshören, ein Gedicht,ein Werk des Geschmaks zu sey».

Man verfällt leicht ins Trokene,wenn man blos mit dem Verstand ar-beitet und weder der Eindildungs.kraft, noch dem Herzen einen Antheilan der Arbeit giebt. Was in Absichtauf strenge Wissens ' aft ein glüksi-cher Schwung des Genies ist, sichimmer blos am Wesentlichen der Be-griffe zu halten, und alles bis zurhöchsten Deutlichkeit zu cutwikeln,wird in schönen Künsten verderblich.In Werken des Geschmaks kommendie Säfte, wodurch sie ihr Ansehen,ihre Annehmlichkeiten und ihre Rei-zungen bekommen, von glüklichcrMitwürkung der Phantasie und desHerzens her. Wessen Phantasie beyder Arbeil nicht crhstzt ist, oder we-nigstens lacht: wessen Herz nicht

Wärme