Druckschrift 
4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
602
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Tri

geringste Schwiit'igkeit getroffen.wer-den, wie bei) b.

Wollte man auch die erste und dritteBaßnotc des ersten Beyspicls durcheinen Punkt verlangern, und diezweyte und vierte zu Sechszchnthci-lcn machen, so trifft die Sechszehn-telnote doch nicht auf die letzte Note

der Triole, sondern erst nach ihr;doch ist die Zusammensetzung leich-ter zu treffen und zu verstehen, alsdie vorhin angezeigte, und kommtauch hin und wieder in Clavicrsiükcnvor, ob sie gleich da noch ihre Schwie-rigkeiten im Vortrag behalt.

Die Triolen haben vermuthlich zuden Gexlolcn Gelegenheit gegeben,die mit der Zahl 6 bezeichnet, undstatt vier Roten auf einer Zeit ange-bracht werden, z, B- sechs Scchszehn-tel statt vier auf ein Viertel. Manunterscheidet sie aber im Vortrag aufeine merkliche Art von den Triole».Diese werden, wenn auch ihrer zweyzusammengezogen werden, wie dieAchtel im h Takt marquirt, nämlichdrcy und drey; jene hingegen wie dieAchtel im '4' Takt, nämlich zwey undzwey. Zu zwey zusammengesetztenTriolen können auf dem Clavierezwey Noten in der Baßstimme ganzbequem angeschlagen werden, zurSextotc aber nicht. Z. B-

Daher sie genau bezeichnet werdenmüssen, wenn sie recht vorgetragenwerben sollen.

Man hat in Solosachcn noch mehrdergleichen Glen von 5,7,9 und weh,rerm Noten, für die man noch keineNamen hat, eingefuhrct. Sie er-foberu aber einen gefchikren Spieler,und sind bey dem allen, zumal wennsie von keiner beträchtlichen Gefchwm-digke t sind, und ihrer etliche auf ein-ander folgen, von widriger Wür-kun i auf den Zuhörer, weil siedlenutmüchc Taktbewegung ganz aufzu-

heben scheinen,, da die Triolen undScholen hingegen sich leicht in jedeTaktbewegung fchik n, und, wenn siemit Gefchmak und Uebcrlegung an-gebracht werden , dem Gesang eingroßes Leben geben.

(*) lieber den Vertrag der Triolen,s. unter mehrern, da? 6te Hauplstück inL>. Mozart'«; Vivlinschule.

Triton.