Druckschrift 
4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
601
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T r i

Tri

6or

Cramcr, Tröner, Olttcrs ». Dittersdorf,Dolphin, keduc, W. Flakton, Jgn. Frssnzl,I. Gehst, Fe. Gcmlnianl, Fcl.dcGiardini,kanetti, I. A. Aatthicu, M. I. Matthicu,B. Mciiesmi, I. I. Mondvnvillc, L.Mozart, Alb Grincmann, Fr. Glierint,Gab. Guillemaln, Hcldcrt, Holzboden,Jabln, Jaiifon, Ant. Kammel, C. G.kidorki; für die Flore von Krebs,Kleinknecht, Kirnberger, Riebt, Rezcl,Quanz. Schofrath, Abel, Schale, Graun,Hasse, Fe. Bcnda, C. P. G. Bach, l.'.Hofmann, Mich, de la Barre, AnnaBon, Jos. Canal, Floriv, C. W.Glöich,Eoldbertj, Gins. Martini, G. Metzger,Geanani, I. Fe. Grenzer, I. Fr. Kloster,Mussard; für die Lame; I. Kropf-gans, P. C. Olieant, C. Kehvtt > u.v. a. m. gefetzt.

T r i o l e.

(Musik.)

^st die Benennung von drcy aufeinander folgenden gleichen Noten,

die den Zeitraum von zwcen einneh-men, wenn z. B. drey Achtelnotenauf ein Viertel, oder drei) Ecchs-zchntclnoten auf ein Achtel ange-bracht werden. Sie werden, wo esdes Vortrags wegen nälhig ist, daßman sie sogleich erkenne, durch dieZahl z über der mittelsten Note an-gezeiget.

Dir Triolen sind eine Erfindungder Neuern, nnd bey Gelegenheit desverzierten oder bunten Contrapunktsentstanden. Sie verrüken die natür-liche Einthcilung der Zeit, ohne dar-über unfaßlich zu werden, und brin-gen dadurch, daß drcy Noten nichtlänger dauern , als zwey, viele Leb-haftigkeit und Mannichfaltigkeir indie Glieder derTaktbcwcgung. Soist z.B. in folgendem Satz der zwcy-te Takt, der übrigens eine blos ver-änderte Wiederholung des vorher-gehenden Taktes ist, weit lebhafteran Bewegung und Ausdruk, als dererste:

'A

,Z

Wird die Triole aber statt vier ge-schwinderer Noten angebracht, z. B.statt vier Scchszchnthcilcn auf einViertel, so bcwürkt sie gerade dasGegcnthcil, nnd erschlafft gleichsamdie Bewegung, wie hier:

Dieser Fall ist aber selten, und derzusammengesetzteren Einthcilung we-gen schwerer zu spielen und zu ver-stehen, als in dem vorhergehendenFall, weil es weit leichter ist, zwey,als vier Theile in ein Eedrittes zubringen.

Ob nun gleich die Triolen fast wiedie Tripelnvtcn des ff, ff und anderer

ähnlicher Takte anzusehen sind, sosind sie dost) von diesen vornehmlichdurch die harmonische Behandlungunterschieden. Bey den Triolen kanndie Harmonie sich nicht bey dcr zwcy-ten oder dritten Note verändern; beyden Tripelnotcn hingegen kann je-de Note eine andere Harmonie zumGrunde haben; stt sind daher auchschwerer im Vortrag, als die Notender Triole, die ganz leicht vorgetra-gen werden. In zwey - oder mehr-stimmigen vornehmlich Clavierstükenhütet man sich, zwey Noten gegeneine Triole zu setzen, wie bcy a. weildie gegenseitige Bewegung widrig,und schwer zu treffen ist: zu den Tri-pelnotcn hingegen können jederzeitzwey Noten angebracht, und ohne diePp 5 gering-