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dreystimmig zusammenzusetzen. Nurdcr, welcher alle einzcle Theile derKunst mit einer fruchtbaren und leb-haften Phantasie verbände, und sichübte, jedenZug cineSCharakters odercjner Leidenschaft in den schilderndenGesprächen cincs Heldengedichts,oder eines Drama, oder "im Um-gänge, musikalisch zu empfinden, undin Tonen auszubrüten, würde einessolchen Unternehmens fähig werden,und das Trio zu dcr höchsten Voll-kommenheit erheben.
Eben dieses läsit sich auch auf dieuncigentlichen Trios, oder vielmehrdreystimmigcn Sonaten von zweyHauptsiimmen mit einem blos beglei.tcndemBaß anwenden, die übrigensin Ansehung des Satzes wie Duette,die von einem Baß begleitet werden,anzusehen, und denselben Regeln un-terworfen sind *). Unter diesen giebtes einige, wo die zweyte Stimme dcrersten mehrcntheils terzen - oder sex-tenwcise folgt, oder blos die Stelleeiner Mittclstimme vertritt, und mdcr Bewegung neben dem Baß fort-schreitet : diese Gattung ersodert einenüberaus reizenden und ausdrnksvol.len Gesang in der Oberstimme, undfremde und künstliche Modulationenim Satz, ohnedem gerath sie ins Lang-weilige und Abgeschmakte.
Niemand, als wer schon weit überdie Lehrjahre der Composition hin-weg ist, sollte es sich einfallen lassen,Trios zu fetzen, es sey in welcher Gat-tung es wolle; da so gar viel dazuersodert wird, ein gutes Trio zu ma-chen. Unsere heutige junge Cvmpo-nistc« setzen sich über diese Bcdenklich-kciten Weg. Daher werden wir vonZeit zu Zeit mit so viel schlechtenTrios heimgesucht, in welchen oftnicht einmal dcr reine dreystimmigeSatz beobachtet ist, wo jedes Stükinsgemein aus etlichen nichtsbcdeu«tenden Eolopassagcn, wozu die bey-den andern Stimmen eine kahle Be-S. Lüctt.
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glcitung hören lassen, zusammenge.setzt, und im Ganzen nicht ein Fun-ken von Ausdrnk oder Studium an-getroffen wird. Welchem Zuhörer,dcr nur die geringste Kunstwissen-schaft besitzt, muß nicht die Hautschaudern, wenn er hört, daß dasVioloncell abwechselnd den Hauptgc-sang, der gar nichts baßmaßiges hat,führet, und die Violinen den Baßdazu spielen? Z. B.
Trio bedeutet auch von zwey Me-nuetten, die zusammengehören, diezweptc, die dreystimmig gesetzt scynmuß, nach welcher die erste, die ambesten nnr zweystimmig ist, wieder-holet wird *).
Trios für das Tlavicr sind von Abel,C. P. E- Bach, Rolle, Wagcnscil, Hchi-dcl, Rameau, I. Agrell, Guenin, I.A. Hambcrger, Vambini, Fr. A. Hvs-meikcr, Fr. 2l. Baumbach, I. Ä. Juli,I. B. Kolb, Bottl, Bart. Brutti, Muz.Clcmrntl, Colombe, Fodcr, S. Havdn,Lachnith, I. G. Lang, G.B.Martini,Zoh. Martini, Michaelis; — für dieVioline von Corelli, Tartini, Pianta-nida, Tcleman», C. P. Bach, Hoekh,Graun, Fr. Bcnda, Hertel, Sevffarch,Czarih, Janitsch, Stamiy, Besozzl,Leo». Hosniann, Säuvanenbcrger, Hei-den, Tocscbin, Cannabisch, Filz, Pugna«ni, Tampioni, Lemachl, L. Bocchcrini,Aappa, Thcvd. Smith, ZIgus, Frz.A-pclmcyer, Joh. Braun, C. Breunig,Cannaictti, I. Lervctto, Thatrain, Chre.tien, I. Tiampi, G. B. ^Cirri, W.
Ccawer,
S. Mcnuet.