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den Grund dcS Vergnügens an traglschcliGegenständen, in dem ikenBdc. S. 9».
s. Neuen Thalia, Leipz. 179a- 8.)
S- auch noch den ersten von H. Home'»Ncr'uchcn über die ersten Gründe derSittlichkeit und natürlichen Religion,welcher von der Neigung der Menschen,sich mit unglücklichen Gegenständen zu be-schäftige», handelt, so wie den z6ten Al>-schn. in Fomenelle 't» llellex. tue Is I'e»e»riqua, das zre Kap. in des L. RacineIrsire eie ia t^vetie tirsmse. bey s. ktc.«narcj. lnr lcs 1 raj>e>i. cic ge?n ida-civo, und Hurvs Änmeek. über Hvra»zeus Dichtkunst, Th. i. S. >o; und zb?.d. Ueberse —
Tragödie; Trauerspiel.
1.!ni den Begriff des Trauerspielsnicht allzusehr einzuschränken, wollenwir jede theatralische Vorstellung ei-ner wichtigen und pathetischen Hand-lung hieher rechnen. Nach diesemBegriff wäre die Tragödie von derConwdie dlos durch die größere Wich-tigkeit und den hohen Ernst ihres In-halts ausgezeichnet. Wir halten eswemgstens nicht für gut, daß manihren Charakter blos auf die C'rwc-kuiig des Mitleidens und Schreienseinschränkt. Aber bei) dcm allgemei-nen Charakter einer ganz ernsthaftenund pathetischen Handlung, kann dasTrauerspiel noch von verschiedenerArt sei)». Wir glauben wenigstens,daß es nicht ganz ohne Nutzen seynwerde, wenn wir folgende vier Artenvon einander unterscheiden. In derersten Art rechnen wir solche, darinsin tragischer Charakter den Haupt-stoff ausmacht: die zwepte Art wür-de eine tragische Leidenschaft; diedritte eine tragische Unternehmung,und die vierte eine solche Begeben-heitbehandeln. Zwar koniinen Cha-raktere, Leidenschaste», Begebenhei-ten und Unternehmungen in jedemTrauerspiel vor; dennoch aber un-terscheidet sich eine Art von .der an-
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dern dadurch, daß eines oder dasandere dieser vier Dinge das Funda-ment der ganzen Handlung ist, wieaus dem folgenden erhellen wird.
Es giebt Charaktere, die verdienen,vor einem ganzen Volk entweder zurBewundrung und Verehrung, oderzum Schecken, Abscheu, overHaßentwikelt zu werden. Dies ist so of-fenbar, daß es keiner Ausführungbedarf. Hat sich ein Dichter vorge-setzt, einen solchen Charakter imTrauerspiel zu behandeln, so kommtes auf eine kluge Wahl der Hand-lung an. Diese muß nicht nochwen-dig groß seyn -- dcnil auch in gerin-gern Handlungen kann sich ein sehrwichtiger' Charakter cittwikeln. Sohat Sophokles den Charakter deSTyrannen Kreon in seiner Amtigonein einem wahrhaftig tragischen Lichtgczeiger. obgleich die Handlungdes Stüks an sich keine vorzüglicheGröße hat. Eine geringschcincndeSache kann von wichtigen Folgensehn; also könnte der Minister ei-nes eigensinntgen Monarchen dasAcußerste versuchen, seinen Herrnvon einer an sich wenig scheinbarenSache, wegen der schlimmen Fol-gen, die er davon voraussieht, ab-zuhalten, und dadurch könnte derDichter sich die Gelegenheit machen,einen sehr großen Charakter in einHelles Licht zu setzen.
Zu dieser Art des Trauerspielswürde die Handlung durch die Größeder Charaktere wichtig; und sie istdeswegen schätzbar, weil ste demDichter die Wahl der Hamdinngsehr erleichtert. Man findet überallin der Geschichte der V-ökker großeCharaktere; aber selten sind großeHandlungen oder Begebenheiten, diezur Vorstellung auf der Scha ubühneschiklich waren. So sind z. B. derTod des Cato, oder die Ent lassungdcrBerenice von demHofc det? Tituskeine Begebenheiten, die als solchesich zur Tragödie schikm, wenn sie