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schiklich seyn. Hingegen gtwilMtdcr Choralgesang in den alten Ton-arten durch die Mannichfaltigkeitder Modulationen, die in unfernTonarten fremd und fehlerhaft sind,«in ganz anderes Ansehen; und dieAufmerksamkeit, die bey so einför-migen Melodien sowol in Ansehungder Zonschreilung der Töne, als der
T o!»
Bewegung und der rhythmischenSchritte leicht unterbrochen werdenkönnte, wird beständig durch dasUnerwartete und Fremde des Ge-sanges und der Modulation unter-halten. Man halte folgenden Cho-ral in der dorischen Tonart gegenden unter ihm stehenden nämlichenChoral aus dem l) moll:
Dorisch.
D moll.
Statt daß in der untersten Melodiekeine andre Modulation als in demHauptton seiner Medianle, und beyden, zweyten Satz ein halber Schlußin deren Dominante, der doch vielzuunkrastig in der Kirche ist, vernom.wen wird, wodurch die Melodie beyder erste» Wiederholung schleppendund langweilig wird, reizt der obereGesang die Aufmerksamkeit bey sederWiederholung durch die reiche Modu-lation, indem der erste Satz desselbengleich von dem Hauptton nach C durausweicht, der zwcyte nach (Z dur,der dritte nach ^.moll, der viertenach b' dur, und der letzte wieder inden Hauptton zurukkehrt.
Dieses kann hinlänglich seyn, dmWerth und die Nothwendiqkeit dcralten Tonarten vornehmlich in demChoralgesang zu erweisen. Werübrigens, von der Beschaffenheit und
Behandlung dieser Tonarten naherunterrichtet seyn will, kann darüberdie Werke des P. Mersenne, Rir«tticr, Murschhauser, Prinz, Lux :c.und die Sing - Spiel- und Dicht-kunst des Salomon von T/l nach-schlagen ").
(*) Von den Tonarren der Altengeben, ausser den bey dem vorhergehen-den Artikel angeführten, zum Theil hie-her gehörigen, Sehcistjlellcrn, noch be-sondre Nachrichten: Andr. Matth.Aquaviva (Die -- lci-tcnKav. des erstenBuchcö s. tüommenr. in klursrcb. «levircurc innruli, dlsp. 1526. f. und mitetwas verändertem Titel, lstmenup.
16oj).
a) S. auch Noch 3. l>»nc. 8ry!e,Ü!lp!i'-eiuion nk ri>e (Z>eci»n Xulje» in de»!jitcn'Ld. der kbilos.