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4 (1794) [R - Z]
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To«

Ton

weift von der Beleidigung, die unseine geliebte Person angerhan, köim-leu durch zwei) Worte, in dem wah-ren Ton der Unschuld vorgebracht,gänzlich zernichtet werden.

Darum ist der Ton ein höchstwich-tiges Etük der vollkommenen Rede,wenn er mit dem Inhalt und der Ab-sicht der Vorstellungen übereinkommt.Der Redner, der diesen nicht trifft,verliert seine Absicht. Es ist aberhöchst schwer, die Betrachtungen, diehiehcrgehören, auseinander zusetzen.Wir werden uns bemühen, diejeni-gen, die hierüber genauer nachdenkenwollen, aus die Spur zu führen.

Zum Ton gehört zuerst, als einganz wesentliches Smk, die Stimme,oder, was man im eigentlichen Sinnden Ton der Rede nennt. Quinti-Iian, der weiclanftig von der Stim-me handelt, theilet das, was er dar-über zu sagen hat, in zwei) Punkte.Der erste betrifft die Beschaffenheitder Stimme, der zwcyte ihren Ge-branch *). In Ansehung des erstenPunkts unterscheidet er zweycrlei) Ei-genschaften : die Starke und die ästhe-tische Beschaffenheit der Stimme **).Was über die Stärke zu sagen ist,hat wenig Schwierigkeit: aber destoschwerer ist es, den Ausdruk zu Be-schreibung der ästhetischen Beschaf-fenheit der Stimme zn finden. Wirwollen die Benennungen dieses vor-trefflichen Lehrers der Kunst in feinerSprache hersetzen: büi (vox) et osn-ciiäa, «t tu loa, et plena, et exiiis,er lsrÜL, et al'pera, et contraria,et tul's, et ciurs, et slexilis, eteines, oc ohtuls. Und Cicero sprichthievon in folgenden Ausdrükcn:Vecrs Feuers germults, csnorum,fuleum; leve» siperum; Frsve,

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xem) /-ödem / tecunä», »soso

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»^) Xlliiur» vsci, iscchrlur sc

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»cutum; klsxibrls, durum °"). Auf.ftr diesen Benennungen findet mannoch eine Menge andrer, deren sichbeyde Lehrer der Redner bedienen, umdie mancherlei) guten und schlechtenEigenschaften des Tones der Stim-me anzuzeigen. Weil aber in un-ftcr Sprache wenig über diese Mate-rie gedacht und geschrieben worden,so fehlen uns die Wörter, die nölhigwaren, um das, was die Römerhierüber bemerkt haben, in unserSprache auszudrukcn.

Denen, die öffentlich zu reden ha-ben, empfehlen wir ein fleißiges Stu-dium dieses höchsiwichtige« Punktes.Eine genaue Beobachtung wird sieüberzeugen, daß in dem bloßen Tonder Stimme sehr große Kraft liege,durch die oft mehr ausgerichtetwird, als durch das, was mau sagt.Es ist nicht schwer zu cntdeken, daßdiese, manchem so unbedeutend schei-nende Sache tiefen Eindruk auf dieGcmüther mache. Der Ton derStimme ist allein schon vermögend,jede Leidenschaft in uns rege zu ma-chen. Ein einziges -Wort, das fastgar keine Bedeutung hat, als die,die es durch den Ton bekommt, kannSchrcken, Furcht', Mitleiden, Zart-lichkcit und andre Leidenschaften sehrschnell rege machen. Redner undSchauspieler können nicht sorgfältiggenug scyn, desgleichen Würkungenzu beobachten, um hernach durch steissigcs Ueden diese vielfältige Kraft inihre Gewalt zu bekommen. Ich ge-trane.mir;» behaupten, daß ein mit-telmäßiger Redner, der seiner Stim-me jeden Ton geben kann, allemalmehr ausrichten wird, als der beste,dessen Stimme trokcn und zum lei-denschaftlichen Ton unlenkbar ist.

Nächst der Stimme an sich, ist ihrGebrauch zu betrachten: das Stär-kere oder Schwächere, Schnellereund Langsamere, und dergleichen.

Durch

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