Ton
H. T. Rock (Im iten Abschn. der er.sten Abchcil. s. Versuchs einer Anleit. zurniusikal. Cvmpvsitivn.) — L. V?. livolf(Im iten Kap. seines Untere, in allen Th.der zur Musik gehörigen Wiffcnsch.) —Thrsrn. Ralkbrenner (Im ?ten, 8trnund sten Abschn. s. Theorie der Ton-kunst.) — — S. übrigens den Act.Tonart.
Von den Verhältnissen der Tonebesonders: Aqninus (Ve numernr. erbonorum proporrion. ums I. >49-1.) —U?. Thelle (De proporrionibus muii-eis, ums I. 15-4.)— Hier. Hangest(Oe vroporrionidus, Ullis I. >;Z8.)-^Per. Terone (Im -sten Buche s. bke-kopeo ^ A^lsestro, und zwar l)e ioz pro.porcionez mutlc!>le5.) — El. Nathus(l)e inuiico tiieoree, IchiC. ,6;z. 4 )
— tlg. bkftibom (Qe propurcioni-
buz. i^lofn. 1656,5.)— Franc.Pia«vcsana (dtillii-e dsrmonicde . . .) —Fr. Durmann (I9e l^ruporr. darmo-nics, Upt. 171;. 4.) — Eiiov.Sacclii (QiiberkS2. llci numero e gel-te miiure «teile corcle inuiickc, e lorocurriip-inlienre, d4il I76s.4.) —VOill. Jakso» ( I'reliminsr^ lZibc. ros Oedeme, gemvnllrsnn^ rkc jier-beUjon sng dzrmon/ ob iiounlls, l..ü a. 8.) — — Auch gehört noch Hit-her: U?ill. Turner (Sounä sn-ro-nrlz'li i„ z ^'diiob. on blast ic,!7^4. 8.)
T 0 n.
(Redende Künste,)
eigentlich der Klang der Stim.me, in so fern sie für sich, ohne Be-trachtung des Bedeutenden der Wär-ter, etwas sittliches oder leidenschaft-liches hat. Man erkennet «ämlich,wenn man auch in einer unbekann-ten Sprache reden Hort, den klägli-chen oder muntern, weinerlichenoder freudigen Inhalt der Rede ausdem Ton, womit sie vorgetragenwird. Man kann aber nach dem Bey-fpicl der griechischen Kunstrichter den
ganzen Charakter der Rede, in soferndieselbe durch ganz undeutliche Vor-stellung die Empfindung des. Sittli-chen oder Leidenschaftlichen crwekt,den Ton der Rede nennen.
Um dieses genau zu versieben, müs-sen wir bedenken, daß jede Gemachs-fassung und jede Leidenschaft nichtnur eine ihr eigene Slunme, ihreneigenen Vortrag, sondern auch ihreeigene Sprache und eigene Wendunghabe. Die Einfalt, die Unschuld,der Schmerz, die Liebe, der Zorn,haben jeder eine Stimme, einen Vor-trag, eineWendung, die ihm eigen ist.Alles, was dazu gehört, können wirden Ton der Rede nennen. Wennman von einem Menschen sagt, erhabe in einem hohen Ton gesprochen,so versteht man dieses nicht nur voneiner lauten festen Stimme, sondernauch von dem Dreisten oder Kühnen,das in Gedanken und in der Wahlder Worte liegt; und ein pöbelhafterTon ist nicht btos eine schlechte pö-belhafte Aussprache, sondern alles inder Rede, was uns anschauend dieVorstellung des Niedrigen und Pöbel-haften crwekt. Daher bemerken wirdie Art des Tones auch in Reden, diewir blos lesen, ohne ste zu hören.
Zum Ton gehört demnach alles,was wir recht sinnlich von dem Cha-rakter der Rede empfinden ; und hier-aus laßt sich die Wichtigkeit des To-nes erkennen, der vielleicht mehrwürft, als die klareren Vorstellun-gen selbst. Oft macht ein einzigesWort, ein Ja oder Nein, durch denTo», den man ihm giebt, einen sehrstarken Eindruk. Ueberhaupt liegtin dem Ton etwas ganz verführeri-sches , dem man um so weniger wi-dersteht. je dunkclcr die Gründe d- rWürkung sind. Es ist ein Ton derUeberzengnng, der keinem Zwei.elstatt läßt, und ein Ton der Falsch,hcit und Verstellung, der den kräf-tigsten Beweisgründen alleWürknn»gen benimmt. Die. deutlichsten Be,Ll 5 weift