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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
534
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5Z4 Ton

tnente haben offenbar einen ganz an-dern Charakter des Tones, als Gay-teninstrumente, und von diesen istder Ton derer, die gestrichen werden,wieder von dem, der durch das An-schlagen oder Zupfen dcrSayten her-vorgebracht wird, ganz verschieden.Es giebt Instrumente, die einen kla-genden Ton haben, andre haben ei-nen fröhlichen. Wo es darum zuthun ist, den Menschen durch Tonein würkliche Leidenschaft zu setzen,kommt sehr viel auf die gute Wahldes Instruments an, das den fchik-ilichen Ton dazu hat.

?. Durch Ton verstehet man auchüberhaupt einen Klang von bestimm-ter, oder abgemessener Höhe. ^ Sosagt man: der Ton Lodere; einWaßton, ein Tenorton u. s. f. Ineben diesem Sinne sagt man von ei-nem Instrument überhaupt, es sey imChor oder Cammerton gestimmt.

z. Besonders bedeutet das Wortein Intervall von einer einzigen dia-tonischen Stufe, und da unterschei-det man ganze und halbe Tone.Ganze Töne werden die größern Stu-fen L-l), O-L; halbe Töne die klei-nem C-b', b'-b'i«, u. s. f. genannt.Die ganzen Töne sind wieder zweyer-ley; der große ganzeTsn, L-O, hatdas Vcrhaltmß von H, der kleineganze Ton, wie l> l5, hat das Ver-haltniß von Auch die kleinern,diatonischen Stufen, die man halbeTöne nennt, sind von ungleicherGröße; bald in demVerhäitniß von5?, bald von

4> Ton bedeutet auch die ganzeTonleiter, oder diatonische Folge deracht zur Octave eines jeden Tonesgehörigen Sayten. Wenn Man sagt,ein Stuk sey ans einem gewissenTongesetzt, oder man spiele aus einemgewissen Tone, so heißt es so viel,man nehme zur Fortschreitung desGesanges nur die Töne, die in derHetave desselben Tones nach seiner*) S. System.

To»

harten oder weichen Tonart liegen.Und weil in größcrn Sinken der Ge-sang durch mehrere Tonleitern ver-mittelst der Modulation durchge-führt wird, so wirb der Ton, in des-sen Tonleiter das Stük anfängt undendiget, und die auch durch die gan-ze Modulation hindurch vorzüglichherrscht, der Hauptton des StükSgencnnt').

Ehe die halben Töne zxL, kl). Ab',»Q, in das System eingeführt wor-den , hatte das ganze System'nursechs Töne, deren jeder seine eigenediatonische Tonleiter hatte, nämlichL, l), L, k', (ä und ^"). Aberaus jedem dieser Töne war man ge-wohnt, auf zweycrley Weise den Ge-sang zu bilden, .indem man die Me-lodie auf die obere, oder untere Hälf-te der Tonleiter einschränktet). Da-her entstunden also zwölf verschiedeneTöne, von denen man für jede» Ge-sang den fchiklichstcn auszusuchenhatte. Dieses nennt man insgemeindie zwölf alten Tonarten, und wirsprechen in einem besondcm Artikeldavon.

Nach der heutigen Beschaffenheitder Musik hat jede der zwölf Saytendes Systems ihre diatonische Tonlei,ter, sowol nach der harten, als nachder weichen Tonart. Folglich kannman gegenwärtig von vier und zwan-zig Tönen, deren jeder seine eigeneTonleiter hat, denjenigen wählen,den man für den zu setzenden Gesangfür den schiklichsten hält. Es istnöthig, daß wir über diesen Punktnähere Erläuterung geben; weil wirverschiedentlich bemerkt haben, daßin den Mcynungen der Tonsctzerselbst noch zu viel Ungewißheit überdiese Materie herrscht,

> Nach

*) S. Saupttsa.

**) S.System lVZch. S.484f.

f) S. Authentisch 5 PlMl'sch.