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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
530
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chcn und ahulichen Tetrachorden be« clne Sylbe des Textes, oder auf ein

stund, denen die Unteroctave des Glied des Taktes, anstatt einer

höchsten Tones in derTisfc noch bey- Note, mehrere geseht werden. Der

gefügt wurde, wie im Artikel Gx- zierliche, melismatische Gesang un-

stem zu sehen ist. Deswegen brauch, terscheidet sich von dem schlechten,

ten sie auch in ihren Singeschulen oder ganz einfachen Choralgesange

zur Solmisation nur vier Sylben, hauptsachlich dadurch, daß in jenem

7«, 5k, ???, ?-«, da hernach, als oft statt eines einziges Tones, der

das System in Hexachorde. oder Sex- nach Maßgcbung des Taktes eine

ten cingetheilc wurde, die sechs are- halbe Viertel« oder Achtelnote seyn

tinischen Sylben nöthig waren. sollte, mehrere, die aber zusammen«

Wir halten es für überflüssig, hier - genommen nur die Geltung dcS einen

zu beschreiben, wie die Alten ihre haben, gesungen werden.

Tetrachordc angeordnet haben, um Wenn man es auch zur Regel ma-

das ganze System aller Tone dar- chcn wollte, daß in dem Sähe auf

aus zusammen zu setzen. Wer hier- jede Sylbe, oder in Instrumental-

über neugierig ist, kann die nothigen fachen auf jede» Taktthcil, nur ein

Nachrichten hiervon in Rvusseaus Ton gesetzt werden soll: so würden

OrÄiouusire sie blusuzue finden. doch gefühlvolle Sauger und Spieler

sich gewiß nicht daran binden, son-

ThiZÜUNH. bcrn gar oft den Ton einer Sylbe des

kräftigern Ausdruks halber in meh-

,, ) rcre thcilcn. Ohne Zweifel hat also

lUnter diesem Worte begreifen wir die Thcilung in dem affektvollcn Ge.

das, was die Tonsetzer insgemein sang ihren Grund. In der That

durch das lateinische Wort Diminu. würde man dem Gesang und auch

tlc, anzeigen. Es wird nämlich bey den Jnstrumcntalmelodie» die feine«

dem Unterricht im Contrapunkt, nach- sien Schönheiten benehmen, wenn

dem gezeigt-worden, wie zu einem man keine gethcilten Töne zugeben,

Choralgefangc von einer Stimme und in dem H Takt blos Viertel, in

noch andre Stimmen von gleichen dem Z oder § Takt lauter Achtel ha.

Noten sollen gesetzt werden, hernach den wollte. Man würde dieser Ein«

auch gelehrct, wie solche Stimmen fsrmigkeit bald müde werden,

dazu zu setzen seyen, da ans eine Note Es sind aber bey dieser Theilunz

des vorgeschriebenen Chorals, in den der Töne einige sehr wesentliche Re-

andern Stimmen mehrere Noten von gcln genau zu beobachten, wenn der

geringerer Geltung kommen. Diese Satz nicht soll verworren werden.

Noten sind dann viminuüones ge- Man kann nicht in jedcrTaktartjcbe

nennt worden, weil ihre Geltung Thcilung anbringen, sondern nur sol-

mußte verniindert werden, da man che, bey denen der Gang des Takrcs

gegen eine halbe Taktnote zwey Vier« nicht verdunkelt werde. So leidet

tcl, oder vier Achtel setzte. Eben z. B. der gemeine Allabrevetakt nicht

so kommen auch in dem doppelten wol eine Thcilung in Achtelnoten.

Contrapnnkt Nachahmungen und Ca- Was aber hicvon zu erinnern wäre,

nons von Noten kleiner Geltung vor, lst bereits im Artikel Takc bey jedcr

die man deswegen lmirarioves per Taktart angezeigt! worden. Damit

Oiminutionem gencnnt hat. der Gang des Taktes bey vielsiimun«

Wir betrachten die Sache hier gen Stükcn durch die Thcilungen

überhaupt als die Thcilung eines To- nicht verdunkelt werde, müssen sie

nes in mehrere, und in so fern auf nie in allen Stimmen zugleich ange»

bracht