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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
523
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so fehlt es ihnen an dem römischenSalze, wenn man sie auch nur mitden Plautiuischen Vergleiches

Seine Schreibart ist höchst gefal-lig, rein und überlegt; seine Cha-raktere besser gezeichnet, und ausge-führt, als des Plautus seine; er be-sitzt sich beständig, laßt sich keinenAugenblik vom poetischen Fcncr odervon Laune überraschen, weder etwasunbedachtsamcs zu sagen, noch gegenden reinesten Geschmak anzustoßen.Aber bey ihm wird mehr geredt, alsgechan, welches beym Plautus gera-de umgekehrt ist. Er überrascht sel-ten, aber er Hort nicht einen Augen-blik ans unterhaltend zu seyn; dennalle Reden und Handlungen, alleSchritte seiner Personen, sind ihrenCharakteren, ihrem Stand und Al-ter angemessen. Wo er ernsthaft ist,nähert er sieh deswegen dem Tragi-schen nicht, und wo er comiseh ist,ist er es immer auf eine edle Weise.Er ist ein hschstvernünftigcr Dich-ter; sein ist die römische Anständig-keit in den Reden und Handlungen,so wie der römische Mnthwillcn demPlautus eigen ist.

Seine größte Kunst besieht inZeichnung der Charaktere; und Do-nar merkt wol an, daß es ihm sogargelungen, das schweresie mit Anstandzulbun: Conrtisanen, die nicht an-stößig sind, einzuführen, ediam con-tra praelcrjpra comica meretncesintersium non mala« introllucere.H

*) Nur eine Ueobc, daß er auch dieseniedrigen Geschöpfe aus dem Schlammzu Heben gemißt habe, liegt in folgen?gendcr Stelle:

Ll cum e^omct nunc mscum in gni»

ins vitsm ruom contideioHlgue voitrum omnium, voigus gul

ob lese tegrexonr:klr vvs esss iilius modi ei nos ncn

eile, boud mi-obils eli.blom vokis cxpedir eile boo-si nosquibuseum res cit non gnunr;koema dmpuitl nolirg noj»mgrorss goluni.

Sein Charakter des Ebromes in demklesntontimorumenn» ingleichen derCharakter des b'lirio in dcn^clelpbis,besonders die ztc Scenc des lV Auf-zuges, sind große Mcistcrstüte.

In Sittensprüchcn ist er sehr glük-lich, und zeiget sich als einen großenKenner der Menschen; er sagt wederalltägliche noch übertriebene Dinge,sondern solche, die ein Mann vongroßer Vernunst, nach genauer Be-obachtung dessen, was m der großenWelt vorgeht, denkt. Er ist wederein ängstlicher, noch ein alltäglicherSittenlehre!-.

Die Sitten seiner Personen sind inder höchsten Vollkommenycit nacheiner schönen Natur gezeichnet. EinNeuerer, dcsscn Namen mir unbe-kannt ist, scheint hievon vollkommenrichtig geurtheilt zu haben,') wenner die Liebe, so wie unser Dichter siebehandelt, der französischen Thcatcr-galanrcric vorzieht.

Man kann überhaupt sagen, Te-rcnz sey der comische Dichter al-ler Menschen von feiner Lebensart.Und wenn irgend ein Römer die edleEinfalt der Schreibart, die Ciceroden Atticismus nennt, erreicht hat,so treffen wir sie in diesen Comö-dien an.

Die

ubi boec imminum est, illi suum

omnium oiio contmune.Xis ii peolpcÄumelt mrereo oiiguid,

deserioc vivimus.

Vobis cum uno icmcl ubi oeramm

üAere dgcrerum cit viro,Lujus mo;moxume eit conlimilis vo-tirum, bi ieod vos oppiiconr;Hoc bencsci'ci nirique ob uirisgu?

veeo dce-iycimini!d?k numguom ullo omori voltro in-ciderc pog'ir coismiros.

Ueouronrim. II. ic. z,') 8i vous »vex des o^mons ^ pcindr»,Iise2 i'el'clove otVicoin« scoures vb«-drio dons l'Lnnuque, ei vous ieee^S jgmois dezourc «je loums cos zo!> u -rci ics miici-oblei «r iroi tes qoi den,,xurcnc Ig piüpoir de nos piec«g»Lgx. Ijer. Off, P, ,57,