496
T a c
T a c
trag haben, und nur zu dem lebhaf» kodier, schicklich ftyn z denn daß jedertesten Ausdruck in lustigen Tanzme- gute Violinist folgende Melodie
weit leichter vortragen würbe, alswenn sie im Zweyvierteltakt mitVierteln geschrieben wäre, ist unsirei-'kig: er ist aber nicht im Gebrauch.
Jeder dieser angezeigten Takte be-steht aus zwey Zeiten oder Taktthei-ten. Nun ist bekannt, daß jede Zeitcbcn so leicht in drey als in zwei),aber nicht in fünf oder sieben Thcileeingetheilt werden kann. Daherentstehen neben diesen noch folgendeTakrarten von zwey Zeiten, de-ren jede in drey Theile eingetheiltist, und die durch die gleichsamhüpfende Eigenschaft der Fortschrei-tung von eins, zwo)?, drey, vier,
fünf, sccks, oder
> i l > > i Iüberhaupt lebhafter an Bewegungund Ausdruk sind, als die vorherge-henden. Diese sind:
i) Der Sechsvierteltakt,schwer im Dortrag, wie der Alla-brevetakt, mit dem er auch, wegenseines ernsten obgleich lebhaften Gan-ges, das Kirchcnmäßige gemein hat.Er besteht aus langen Notengattun-gen, von denen die Achtel die ge-schwindesten sind. Auf jeden Talt-theil werden drey Viertel gerechnet.
2) Der Sechsachrclrakr, Z, leichtund angenehm im Vortrag und Be-wegung, wie der H. Eechszchnthcilesind seine geschwindesten Noten. Und
z) Der Sechsstch5ebnrelrakt, -^7,der den allcrleichtesten Vortrag undBewegung hat, und selten geschwin-dere Noten, als Sechszehntheilc ver.tragt. Ioh. Seb. Bach und Con-perin, die unstreitig den richtigstenVortrag in ihrer Gewalt gehabt, undnicht ohne Ursache Fugen und andereStücke in diesem und anderen heut
zu Tage ungewöhnlichen Takten ge-setzt haben, bekräftigen es dadurch,daß jeder Takt seinen eigenen Vor-trag und seine eigene natürliche Be-wegung habe, daß es folglich garnicht gleichgültig sey, in welchemTakt ein Etük geschrieben und vor-getragen werde.
Die Zaktartcn von vier Zeiten sindfolgende:
l) Der große Viervierteltakt,dessen Zeiten aus Vicrvieltelnotcn be-stehen, und der entweder durch Aoder besser durch H, um ihn von deinfolgenden^ zu unterscheiden, an-gczciget wird. Seine geschwindestenNoten sind Achtel, die sowol als dieViertel und die übrigen langern No-ten auf der Violine mit der ganzenSchwere des Vogens ohne die gering-ste Schattirung vom Piano und For-te außer dem vorzüglichen Druk aufjeder ersten Taktnotc, der in allenTaktarten nothwcndig ist, vorgetra-gen werden. Er ist daher wegenseines ernsthaften und pathetischenGanges nur zu Kirchensiükcn, undvornehmlich in vielstimmigen Chorenund Fugen zum prächtigen und ma-jestätischen Ausdruk gcschikt; manbezeichnet ihn insgemein noch mitdem Worte (Zrave, anzudeuten, daßman ihn im Vortrag und in der Be-wegung nicht mit dem Allabrcve,oder mit dem folgenden Vierviertel-takt, verwechseln soll. Einige be-dienen sich statt dieses Taktes einesVierzwcyteltaktes so wie statt desAllabrevc eines Zweyeiiucltaktswo der schwere Vortrag durch die»noch einmal so lange Noten, nochdeutlicher bezeichnet wird. Allein