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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
495
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Tac

Tac 49;

entweder kein Gefühl von dembeson-dem Vortrag eines jeden Taktes,oder verleugnen es, und laufen da-her Gefahr, Sachen zu setzen, die,weil sie nicht in dem rechten, demCharakter des Stüks angemessenenTakte geseht sind, ganz anders vor-getragen werden, als sie gedachtworden. Woher könnten doch wohlTonkünstler von Erfahrung bey An-hörung eines Stüks, ohne Rüksichtauf die gerade oder ungerade Takt-art, jederzeit genau wissen, in wel-chem Takt es gesetzt worden, wennnicht jeder Takt etwas ihm Eigen-thümliches hatte?

Doch nun ist es Zeit, auf die nä-here Betrachtung der Takte selbst zukommen. Wir wollen mit der An-zeige der verschiedenen geraden Takte,und zwar erstlich nnt denen von zweyZeiten, den Anfang machen. Diesesind:

i) Der Arvcpiweptel - oder der so-genannte Allavrevelakr, dessen Zei-ten aus zwey Zwcyviertclnoten be-stehen, und der durch dieses dem

Etüke vorgesetzte Zeichens, demman noch das Wort HlKWrevö über-zusetzen pflegt, angedeutet wird.Er wird schwer, aber noch einmalso geschwind, als seine Notcngattun-gen anzeigen, vorgetragen, und istdaher zum ernsthaften und feurigenAnsdruk, vornehmlich zu Fugen vor-züglich geschikt, und vertragt in die-sem ihm eigcnthümlichen Styl undBewegung keine geschwinderen No-lcngatkungen, als Achtel. Wir ha-

Neierminer le N'cmz. V.. OiÄ, <lsMaligne /X,r. INMirc. Hieraus ist ZUvcrnmthcn, daß Rousseau kein sonder-licher Praktiker scyn müsse, sonst würdeseinem scharfen Bcobacdlunasgeist dieVerschiedenheit drö Vortrages und derBewegung, der verschiedenen geradenober ungeraden Takte, nicht unbeimerkt geblieben scyn.

ben aber von diesem Takt in ei-nem besondcrn Artikel gesprochen,*)Wenn Tonsctzcr aus Bequemlichkeitund um die vielen Taktstriche zu ver-meiden, bald zwey, bald drcy, balltmehrere Takte zwischen zween Takt-strichen zusammenfassen, so wird seinWesen dadurch nicht verändert; son-dern der Druk, der die erste Takt-note jeder Taktart niarquirt, ge-schieht allezeit von zwey zu zwey hal-ben Takt- oder Zweyvicrtelnoten,und bestimmt sowohl den Niederschlagdes Taktschlagcns, der allezeit aufdie erste Taktnore fallt, als auch dieGeltung der Taktpausen, die in sol-chen Fallen immer die gewöhnlichebleibt.

2) Der Zwepvicrteltakt, Z. Echat, wenn keine besondere Bewe-gung angedeutet ist, die Bewegungdes vorhergehenden Taktes, wirdaber weit leichter vorgetragen, undvertragt von den Zweyvierteln biszu den Sechzehntheilen und einigenwenigen auf einander folgendenZweyunbrcyßigtheilen alle Noren-gattungen. Er schikt sich zu allenleichteren und angenehmen Gcmüths-bcweguugen, die nach Beschaffen-heit des Ausdruks durch snllsntsoder kMaAio eta. gemildert, oder durchvivace oderr.IwAro etc. nochlcbhaf«ter gemacht werden können. Aufdiese Bevwöi'tcr und die Notengat-tungcn kömmt es bey jeder beson-deni Bewegung dieser und aller an-dern Taktartcn an. Ist das Slükim Kweyviertcltakt mit be-

zeichnet, und enthalt nur wenige,oder gar keine Sechzehntheile, soist die Taktbewcgung geschwinder,als wenn es damit angefüllt ist;eben so verhalt es sich mit den lang-sameren Bewegungen.

z) Zdcr Arvepachteltakt, h. Die-ser Takt würde den leichtesten Vor-krag

*) S. Mabreve,