Druckschrift 
4 (1794) [R - Z]
Entstehung
Seite
488
Einzelbild herunterladen
 

4S« Syst Syst'

müssen hier, wo es blos um die Er- festgesetzten Stimmung unmöglich

-flärung des Systems zu thun ist, ist,) doch so spicken konnte, dost auch

voraussetzen, man wolle jede Sayte ein empfindsames Ohr sich dabey de«

des Systems zum Hauptton, sowol friedigen würde,

für die harte, als für die weiche Ton- Allein über die beste Einrichtung

ort, machen. dieses Systems hat man sich bis auf

diesen Tag nicht vergleichen kennen.

Diesem zufolge müßte nun das Sy- Vielen dünkt die Einrichtung die

stcm so eingerichtet werden, daß jede beste, da die zwölf Stufen des

der «2 Sayten von L bis bl ihre reine Systems durchaus gleich genom-

sowol kleine als große Terz, ihre mcn werden, so daß von L bis c,

reine Quart und Quinte hätte. Man durch Eis, I), O!s, bl, u. s. w.

wird aber bald gewahr, daß dieses immer mit demselben halben Ton

unmöglich angehe, wenn man nicht fortgeschritten werde, welches man

uoch mehr Saytcn oderTöne in das insgemein die gleichschwebcndcTcm-

System bringt. Alsdann könnte es pcratur nennt. Was aber andre

leicht einigen einsaßen, diese neuen dagegen einwenden, und wie cnd«

Töne auch wieder zu Hauprtöncn lich eine Einrichtung vorgeschlagen

zu machen; dieses würde wieder neue worden, die in allen Absichten die

Töne crfodcrn, und so müßte man beste scheinet, ist an einem andern

das System bis ins Unendliche ver« Qrte weiter ausgeführt worden*),

mehren *). Man fand also für gut, Dieses System ist das, was Herr

dey den dreyzehn Tönen stehen zu Kirnbcrger vorgeschlagen hat, und

bleiben, und diese so zu stimmen, daß was wir in diesem Werke durchaus

jeder davon zum Hauptton konnte ge. angenommen haben, weil wir es

macht werden, aus dem man sowol für, das beste halten. Die Verhält-

in der harten als weichen Tonart, wo niste der Töne sind so, wie sie hier

nicht ganz rein, (welches bey jeder stehen:

c. I). 1?. st. «ss. 6. *6. H. L. ll. c.

> ???- s- -z4- -5- T??- 1^-

Dies ist also das System, welches ben. Wenn man also die Länge deraus vier und zwanzig in einander Befstcn Sayte > setzet, so hätte diegeschobenen diatonischen Tonleitern kürzeste dieser Länge. Manbesteht, davon jede sowol in der pflegt aber am gewöhnlichsten dieharten, als weichen Tonart so rein ist, Verhältnisse nach der Lange der Or-al? es^ bey einem System von so gclpfcifcn anzugeben. Der tiefsteviel Tönen möglich war. Aus diese Ton der Orgeln kommt von einerArt ist das System von einer Ociave Pfeife, die z-Fuß lang ist; zuinentstanden. höchsten aber wird eine Pfeife gc«z. Nun haben wir noch das Sy- nommcn, deren Länge ^ eines Fns.stem in seinem ganzen Umfang zu be- ^ >st- ^>ber zum würklichen Gc-»rachten, nämlich die Reihe gar aller <"i,g, ^ sey, daß die Menschensiim-Töne, die gegenwärtig würklich ge- "'en, odcrJnstrumenle ihn hören las-brauchtwttdcn. Dieses System cnt- s"'''d d'ese Töne bey weitem nichthält zehcn solcher Octaven, oder in alle branchbar. Die zwey unterstenallen l-l Saytcn, die in jeder Octa- und die drcy obersten von bcmeldttnre die angezeigten Verhältnisse ha- ^b^n

S. Temperatur. *) S. Temperatur.