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oder in ein Kammerconcert M'Prachtder Instrumentalmusik aufzubieten.Coli sie diesem Endzwek vollkommenGenüge leisten, und cin mit derOpcr oder Kirchenmusik, der sie vor-hergeht, verbundener Theil styn, somusz sie neben deni Ausdruk desGroßen und Feyerlichen noch einenCharakter haben, der den Zuhörerin d,c Gcmüthsvcrfassung setzt, diedas folgende Stük im Ganzen ver-lange, und sich durch die Schreib-ern, die sich für die Kirche, oder dasTheater schlkt, unterscheiden.
Die Kammersymphonie, die einfür sich bestehendes Ganzes, das aufkeine folgende Musik abzielet, aus-macht, erreicht ihren Endzwek nurdurch eine volltonige, glanzende undfeurige Schreibart. Die Allegrosder besten Kammersymphonie» ent-halten große und kühne Gedanken,frcyc Behandlung des Satzes, an-scheinende Unordnung in der Melo-die und Harmonie, stark marquirteRhythmen von verschiedener Art,kräftige Baßmclobien und Unisoni,conccrurmde Mittclstimmen, fteyeNachahmungen, oft ein Thema, dasnach Fugcnart behandelt wird, Plötz,üchc Ucbergange und Ausschweifun-gen von einem Ton zum andern, diedesto stärker frappiren, je schwacheroft die Verbindung ist, starke Schat«ltrungeii des Forrc und Piano, undvornehmlich dcsCi escendo, das, wennes zugleich dey einer aufsteigendenund an Ausdruk zunehmenden Melo-die angebracht wird, von der größ-ten Wurkung ist. Hiezu kommt nochdie Kunst, alle Stimmen in und miteinander so zu verbinden, daß ihreZusainmcntöimng nur eine einzigeMelodie hören läßt, die keiner Be-gleitung fähig ist, sondern wozu jedeStimme nur das Ihrige beyträgt.Ein solches Allegro in der Sympho-nie ist, was eine pindarischc Ode indcrPoesie ist; es erhebt und erschüt-tert, wie diese, die Seck des Zlchö,-
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rers, und crfodcrt denselben Geist,dieselbe erhabene Einbildungskraft,Uyd dieselbe Kunstwissenschaft, umdarin glüklich zu styn. Die AllegroSin den Symphonien des Niederlän-ders Vanmaloere, die als Mustcedieser Gattung der Instrumentalmu-sik angesehen werden können, habenglkc vorhin erwähnt« Eigenschaften,und zeugen von der Größe ihres Ver-fassers, dessen frühzeitiger Tod derKunst noch viele Meistcrstüke dieserArt entrissen hat.
Das Andqnte oder Zargo zwischendem ersten und letzten Allegro hatzwar keinen so nahe bestimmten Cha-rakter, sondern ist oft von angeneh-men, oder pathetischen, oder trauri-gen Ausdruk; doch muß es eineSchreibart haben, die der Würdeder Symphonie gemäß ist, und nicht,wie es zur Mode zu werden scheinet,ans bloßen Tändeleycn bestehen, die,wenn man doch tändeln will, eherin einer Sonate angebracht werden,oder in Symphonien vor komischenOperetten einen guten Platz habenkönnen.
Die Opcrnsymphonien nehme«mehr oder weniger von der Eigen-schaft der Kanuiiersymphonie an,,nachdem es sich zu dem Charakter dervorzustellenden Oper schikc. Dochscheint es, daß sie weniger Aus-schweifung vertragen, und auch nichtso sehr ausgearbeitet seyn dürfen,weil der Zuhörer mehr auf das, wasfolgen soll, als auf die Symphonieselbst, aufmerksam ist. Da dtemeh-rcstcn unserer großen Opern denselbenCharakter und eine bloßcOhren-undAugcnverblcndung zum Gl und zu ha-ben scheinen, so rhut die Symphonieschon ihre Würkung, wenn sie auchnur blos wolklnigeiid lärmet- We-nigstens haben die OpcrnsymphoniendcrJtaliancr niemals eine andre Ei.geuschaft. Die Instrumente lärmenin den Allegros über einen Trommel-baß und drey Accorden, und tändeln