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muß, ist eine Temperatur' zu wäh-len , die so beschaffen ftp, daß, in-dem man durch reine consonireudeIntervalle fortstimmt, sie jedesmalgenau getroffen werden könne. DieNichtigkeit der Temperatur, dieauf folgende Art im Stimmen al-lemal genau getroffen werden kann,ist an einem andern Ort erwiesenworden
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Man nimmt nämliche auf einer rich-tigen Stimmpfeift zum SlimmtoN,stimmt die Octave desselben, danndie reine Quinte von F die reine
Quinte 6 und dessen Unreroctavc.Darauf paßt man dee reine Terz e indenDrcyklang von e. Von dem er-haltenen e verfahrt man vorgeschrie-bener maaßcu bis N t, wie in dem er-sten Absatz vpn 0 bis ci. Nach dem
erhaltenen Ks fangt man mite an,und stimmt durch reine Unterquintcnund Oekoven bis bci. Alsdcnn fehltnur noch das einzige 2, weiches zwi-schen st und e so eingepaßt wird, daßes gegen beyde leidlich klingt, wel-ches sehr leicht bewerkstelliget werdenkann. Von c bis Kl sind nun alleTone gestimmt; nach diesen werdendie übrigen Tone octaven- oder quin-tenweise fortgestimmt. Auf einemnach dieser Temperatur gestimmtenClavierinstrument hat jeder Drey-klang oder jede Tonart ihren beson-dern Charakter der mitdem, den
') S. Temperatur.
") S- Tonart.
Vierter Theil.
man auf den übrigen Instrumente»so leicht unterscheidet, aufs genauesteübereinstimmt. Diejenigen, die derViolinen wegen dieQuintcn^L^^^rein stimmen, erhalten in L dur eineTonleiter und einen Charakter, dernur dem Lls dur eigen ist, und Las durwird umgekehrt zu L dur. Es ist je«doch bey jeder Stimmung Hauptsach.lich darauf zu sehen, daß die ge-bräuchlichen Kirchentonarten vorzüg-lich rein erhalten werden.
Soll nun ein ganzes Orchester wotzusammenstimmen, so müssen dieVioloncellisten das große <N oderdie Quinte L-Q des Clavicembalsoder der Orgel, die nach vorgeschrie-bener Art gestimmet ist, zum Stimm-ton nehmen, und danach ihre Q-Sayte und die reine Oberquiutestimmen, von da sie mir reinenQuinten aufwärts fortfahren. DieBratschisten verfahren auf ebendiese Weife eine Octave hoher.Die Violinisten stimmen die Quinteder Cccund - und Terzsayte nach
dem Z und a der'Orgcl oder des Flü-gels, und stimmen dann auch auf-wärts mit reinen Quinten bis inS
e fort.
Einige Violinisten haben die übleGewohnheit, ihre Quint- und Quart-.sayten nach dem Clavicembal oderFlügel zu stimmen, und alsdann mitreinen Quinten unterwärts fortzu-fahren. Ist nun das V-oloneellvon dem L- (1 des Flügels aufwärtsgestimmt, so ist das g der Violin-saytc gegen die Octave des S derVioloucellsayte schon um ^ zu rieftMan darf auf einer so gestimmtenVioline nur folgende Noten langsamund rein spielen;
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