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4 (1794) [R - Z]
Entstehung
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dunkelt werde; und daff in ben'ans-fersten Stimmen die vollkommensteRemigkeit beobachtet sei).

In Ansehung der menschlichenStimme gehören physikalische Unter-suchuugen, Uber ihre Entstehung undüber die Ursachen ihrer Verschieden-heit in den Altern und Geschlechken,nicht in den Plan dieses Werks. Werdavon unterrichtet seyn will, findetin Tosis Anleitung zur Singkunst *)hinlänglichen Unterricht davon. Wirmerken nur überhaupt an, daß dieweibliche Stimme wegen ihrer An-nehmlichkeit und Dauer einen Vor-zug vor der männlichen habe. DieStimme der Castraten, zu geschwei-gcn, daß sie durch grausame und dieMenschheit schändende Mittel er-zwungen wird, und selten geräth,verbindet, wenn sie auch am vollkom-mensten ist, mit ihrer Annehmlichkeitdoch so viel unnatürliches, daß siemit einer schonen weidlichen Stimmenicht in Vergleichung zu ziehen ist.Deutschland zeugt vor vielen anoernNationen vortreffliche Baßstimmen.

Die Stimmen werden überhauptin hohe und tiefe eingetheilt. Hohesind: der Discant und Alt; tiefe:der Tenor und Baß. Knaben undFrauenzimmer singen den Discant;Jünglinge von noch nicht reifem Al-ter haben insgemein eine Altstimme;Männern ist der Tenor und Baßeigen: Der natürliche Umfang je-der Stimme, den ein Tonsctzer, derfür die gewöhnlichen Menschenstim-men setzt, in Chören nicht über-schreiten muß, ist von einer Occime,höchstens einer Undecime in allenStimmen, wie aus dieser Vorstel-lung zu sehen ist:

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') Nach des Herrn Azrlcvla Nebenscizung S. f.

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In Arien ist ihm eher vergönnt, nocheinen Ton höher oder tiefer zu ge-hen, weil nur ein Sänger,, der denUmfang der Stimme habe, dazu-thig ist. Wenn die Musik von einerOrgel, die im Chorton gestimmt ist,degleitet wird, so ist auch hieraufRüksichc zu nehmen; der Umfangjeder Stimme ist alsdann »uu einenTon tiefer.

Aber nicht alle Stimmen sind inden Umfang einer Dccime oder Un-decime eingeschränkt. Einige gehennoch um einen oder etliche Töne hö-her; andere tiefer. Mancher hat ei-ne Summe, lue dritrehaib Occavenim Umfange hat. Es giebt Discant«stimme», die bis ins drcygestrichcne0 und noch höher gehen; es giebt auchhohe oder riefe Altstimmen. Zur sol-che Stimmen aber setzt derTonfttzcenur in defondern Fällen.

Daß der Klang der menschlichenStimme großen Vorzug vor jedemInstrument, von welcher Arc es scy,habe, fühlt jedes Ohr. Man em-pfindet bey einer guten Stimme mitdem Klang, der das Gehör rühret,etwas von der Seele der singendenPerson; sie hat etwas mehr als kör-perliches; was eine Statue gegeneinen lebenden Menschen ist, das istder Ton eines Instruments gegenden Ton der Menschcnsiimme. Da-her sind die Singstüke die wichtig-sten Werke oer Musik; und es istnicht möglich, durch Instrumente,so gut sie auch gespielt werden, sotief in die Herzen zu dringen, alsdurch Meiischensiimmen. Und dochsollte man aus der Beschaffenheitder gewöhnlichen Eoncerre das Ge-gentheil schlüßen. Sie sind durch-gehend so beschaffen, daß man den.kcn sollte, die Toukünstlcr sahendas Eingen als eine Nebensache an;denn mau hört allemal zehn Instru-nicliralstüke gegen ein Singstük, undgegen hundert öiebhaber, die auf In-strumenten spielen lernen, findet man

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