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achtung wissen. Die Theorie VerKünste kann in diesem Punkt nichtweiter gehen, als daß sie die großeWichtigkeit der Sache vorstelle undden Künstler von der Nothwendigkeit«bcrzcuge, sich ein eigenes und ange-legenes Studium daraus zu machen,die Menschen in den verschiedenenStellungen des Leibes genau zu beob-achten, und siel) zu üben, ihre Kraftzu empfinden. Hat er hinlänglicheKenntniß darin erlanget, so wird erauch die Nothwendigkeit einsehen, sichdarin zu üben, daß er jede Stellung,die er ilöthig hat, in si'iner eigenenPerson annehmen, oder durch rich-tige Zeichnungen darstellen könne.Norschriftcn helfen hiczu gar nichts.Wenn man sie gelernt hatte, so wür-de man sie doch bey der Ausübungwieder vergessen müssen, wenn mannichts unnatürliches machen wollte.So urrheilct ein Meister der Kunstsogar über die fünfHanpt-odcrEle-mcntarstcllungen des Tanzes *).
Bey dem mündlichen Vortrag desRedners hat gar oft die Stellungeben sovielKraftzn überzeugen, oderzu rühren, als die Worte selbst; undes geschieht! auch nicht selten,' daßdas, was Redner oder Schauspielersprechen,! durch ihre Stellung voll-kommen widerlegt wird. Der Schau-spieler besonders hat, in feiner ganzenKunst nichts wichtigeres, als dieStellung. Wenn er dieser Meisterist, so wird ihm alles übrige leichtwerden.! Man kann beynahe dasselbevon dem Zeichner sagen. Es giebtStellungen, die uns, wenn wir auchdie Gesichtszüge nicht sehen, so be-stimmt und so gewiß von dem Cha-rakter, oder von einer vorübergehen-den Gcmüthslagc der Personen nnter-
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richten, daß wir kaum mchr mWghaben, auf das Gesicht zu sehen.Dergleichen höchst lebhaft schildernd«Stellungen trifft man vorzüglich anRaphaels Werken an, deren sieißigesBetrachten nicht nur dem Zeichner,sondern auch dem Schauspieler undRedner höchstens zu empfehlen ist.
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(*) Von der Stellung handeln: Jost.Andr. Ä. llöevgftrüsier (Von dceStellung de» Redners, Hanau 1771. 4.)— S. übrigens die W. Anstand undVortrag.
Stim ln e.
(Musik.)
Nicses Wort hat mehrere Bedeu-tungen. Es bedeutet >) die mensch-liche Stimme an sich; und 2) jedegeschriebene Partie eines Stüks, dieden Gesang enthalt, der gesungenoder gespielt werden soll. In diesemVerstand ist ein O.natuor ein vier-stimmiges Gtük, das aus einer Vio-liu - einer Floren. einer Bratsche - undeiner Baßstimme, oder wem? es einSingsiük ist, aus cinerDiscant- Alt-Tenor - und Baßstimme, die mauauch Smgstimmcn nennet, bestehenkann. Selbst die verschiedenen Töne,die zu einem Accord gehören, werdenauch so viel Summen genenuct: sosagt man, daß zu einem vollkomme-nen Dreyklang vier Stimmen gehö-ren. Daher auch die Benennungen:Hauprstimine, Oberstimme, Solo-stimme, Mittelstimmc; oder zwei)-stimmig, dreystlmimg, vielstimmig,vollstiminign. Acußerste Stimmensind die Oberstimme und der Baß ge-gen einander. Es ist für die Tonse«ycr eine Regel, daß jede Stimme derNatur ich'S Instruments gemäß, undbesonders in Staken, wo sie mehrals einfach beseift wird, leicht vorzu-tragen scyz daß die Hauptsiimmenicht durch die Mitttlstimmen ver-bind»